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Hörbuch Rezension zu „The Slow Regard of Silent Things“ von Patrick Rothfuss

Zum ersten: Ich liebe die beiden Bände der Kingkiller-Chronicles und die Geschichte um Kvothe, daher war diese kleine Novelle ein herrlicher Ausflug zurück in diese Welt, während ich auf den dritten Band warte.




Zum zweiten: Diese Geschichte ist so ganz und gar nicht, wie andere Geschichten. Es geht genau um eine Person: Nämlich Auri. Und Auri ist alleine. Aber auch wieder nicht. Denn sie sieht die Welt und das „Underthing“, wie sie den Untergrund unter der Universität nennt, anders als andere. Sie kann den Dingen Namen geben und sie in Ordnung bringen. Da ist keine weitere Person. Kein Dialog. Keine Action. Keine Kämpfe. Im eigentlichen und streng genommenen Sinn keine Spannung. Und doch fesselt die Geschichte um Auri. Man folgt ihr durch ihre dunkle, mehr oder weniger geordnete Welt. Ist in ihrem Kopf und erlebt mit, wie sie nach Dingen taucht, den richtigen Platz sucht, Ordnung herstellt, Seife macht. Dabei wird eines ganz klar (was bereits in den Kingkiller Chronicles deutlich wurde und warum man Auri vielleicht auch so ins Herz schloss): Sie ist nicht ganz vollständig. Sie ist ein gebrochenes, kleines Wesen. Aber gleichzeitig ist sie gut und süß und mutig und ihre Gedankenwelt ist erfrischend anders.

Zum dritten: Die Geschichte wird im Englischen vom Autor selbst gelesen. Diesen Umstand fand ich sehr spannend. Dabei macht er die Sache sehr gut. Er ist gut verständlich und kennt seine Geschichte wohl am besten. Der Ton, die Stimmung – es hat alles gepasst und machte das kleine „Abenteuer“ mit Auri sehr ergreifend und einnehmend.


Warnung: Nein, das ist nicht die übliche Geschichte. Sie tut nichts, was Geschichten tun. Und dennoch kann ich sie jedem ans Herz legen. Denn sie ist spannend – auf ihre Weise. Sie ist ergreifend – auf ihre Weise. Und sie fesselt – auch auf ihre eigene Weise. Ein Versuch ist es wert. Vielleicht lasst ihr euch ja so verzaubern wie ich?  

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