Montag, 13. November 2017

Rezension zu „Die Romanows“ von Simon Sebag Montefiore

Wer sich immer schon mal dachte, dass er eigentlich viel zu wenig Wissen über Geschichte hat, um damit in einer Konversation anzugeben und alle zum Staunen zu bringen, oder wer schlichtweg ein Geschichts-Junkie ist und dazu nach ein Faible für Russland hat ist mit diesem Buch bestens versorgt. Doch das ist noch nicht alles, denn es ist auch etwas für diejenigen, die auf große, mächtige Familien stehen, auf Ränkespiele und Intrigen, auf Kriege, Liebe und Pflicht - es passt also ganz gut, dass der Fischer Verlag mit einem Ausspruch von Antony Beevor wirbt, in dem er das Buch mit Game of Thrones vergleicht. 


Woran liegt das?
Zunächst liegt für dieses Buch viel Recherche vor und das spürt man an der Flut an Informationen, die man bekommt. Jede Geschichte, jedes Detail scheint sich hier auszubreiten und zu dem Gesamtbild, das man am Ende sich selbst aus all dem, was man nun weiß, zusammensetzen kann, beizutragen. Nun möchte man vielleicht meinen, diese Datenflut könne einen abschrecken, vielleicht langweilen - zumindest hatte ich die Sorge - doch in diesem Fall scheint es ganz im Gegenteil so zu sein, dass gerade die Details, die vielen Informationen zur Spannung beitragen. 

Das mag an der Erzählweise des Ganzen liegen. Wer sich gerade ein ödes Geschichtsbuch aus der Schule vorstellt, hat weit gefehlt. Tatsächlich kam ich mir so vor, als würde ich einen Roman lesen. Eine epische Familiensaga, die sich bunt und plastisch aus den Seiten hebt. Der Stil schafft es, den Figuren Leben einzuhauchen und das Russland von einst wieder zu erwecken. 

Die größte Schwierigkeit hatte ich mit den vielen Namen, doch das tritt auch bei tatsächlichen Romanen mit vielen Charakteren auf. 


Wer sich nun überlegt, dass er das Buch nicht lesen will - diesen fette Schinken! - den kann ich auch das Hörbuch der englischen Version ans Herz legen. Die Stimme des Lesers ist fantastisch und macht das ganze sogar noch spannender. 

Mittwoch, 8. November 2017

Lesepreis!

Es ist wieder Zeit: auf Lovelybooks kann man wieder seine liebsten Autoren und Autorinnen und ihre Bücher nominieren. 
Die von euch Nominierten werden sich darüber freuen und ihr lernt vielleicht neue, spannende Bücher kennen!



Dienstag, 24. Oktober 2017

Rezension zu „Snow Flower and The Secret Fan“ von Lisa See

Lily und Snow Flower wachsen im Kaiserreich China auf. Eindringlich wird ihre Geschichte von Freundschaft, Schmerz und Verpflichtung erzählt. 


In einer Gesellschaft, in der Mädchen nichts wert sind, weder in ihrer eigenen Familie, noch in der Familie ihres Mannes, in der sie nur Besitz sind und ihr größter Verdienst es ist, einen Sohn zu gebären, finden sich diese zwei Mädchen als „old sames“ - als gleiche Seelen, die einander festhalten und Liebe geben, wenn kein anderer es tut. 

Die Sprache des Buches ist eindringlich und poetisch, die Schauplätze werden detailreich und farbenfroh beschrieben. Gleichzeitig schafft es die Autorin aber auch, die Härte dieses Lebens ohne zu werten einzufangen. So erschafft sie ein klares Bild einer vergangenen Gesellschaft, deren Echo noch zu uns hallt, und lässt die Vergangenheit mit ihren lebendigen, dreidimensionalen Figuren noch einmal auferstehen. Um uns mitzureißen und zu berühren. 


Montag, 23. Oktober 2017

Rezension zu „City of Heavenly Fire“ von Cassandra Clare

Band 1 - 3 waren ein Abenteuer. Band 4 hat mich etwas genervt. Band 5 las sich schnell und actionreich. Aber Band 6? nun, Band 6 hat es tatsächlich geschafft, mich nicht nur zu packen und mitzureißen, sondern auch zu berühren. 


Bereits der Beginn ist spannend, Düsternis schleicht sich an und zwar in Form des Wahnsinnigen Sebastians, der mit seiner Armee aus gewandelten Kriegern nun die Institute angreift. Doch was ist sein Plan? Wer ist noch Freund und Feind?

Man lernt Emma kennen, ein junges Mädchen, das durch ihre Stärke und ihren Mut schnell an Sympathie gewinnt und einem ans Herz wächst. 

Gleichzeitig geht es natürlich mit Clary, Jace und ihren Freunden weiter. Denn Sebastian hat noch nicht aufgegeben, seine Schwester zurück zu gewinnen. Sie müssen durch die Hölle gehen, um sich und ihre Freunde zu retten. Die ganze Welt steht auf dem Spiel und große Opfer müssen erbracht werden, um sie vor dem Untergang zu bewahren. 

Obwohl das Buch extrem lang ist, kommt man gut durch. Die Seiten fliegen nur so dahin. Das einzige, was etwas genervt hat, sind die gefühlt tausend Beschreibungen von Jace. Ja, er sieht gut aus. Ja, sein Kinn ist ganz toll. Aber muss man das alle paar Seiten lesen? Doch bis auf diesen Punkt weist der Band kaum Längen auf.

Ohne viel spoilern zu wollen: Am Ende hat mein Herz für diese Figuren geblutet. Ich habe geweint, gejubelt, den Atem angehalten und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Definitiv der beste Band und er macht richtig Lust auf die anderen Ableger aus diesem Universum. 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Rezension zu "Rauklands Sohn" von Jordis Lank

Bei "Rauklands Sohn" handelt sich um den Beginn einer Trilogie, von der ich zunächst gar nichts erwartet habe. Das eBook habe ich während einer Preisaktion durch Zufall gekauft und dann durch eine Lesechallenge recht bald gelesen - und was soll ich sagen? Es war toll!



Man folgt dem in Ungnade gefallenen Sohn des Königs von Rauklands auf die kleine Insel Lannoch. Seine Aufgabe lautet, die Insel für sein Land zu gewinnen, nur dann hat er weiterhin Anspruch auf den Thron und darf sein Leben behalten. Doch um die Insel zu gewinnen, warten einige Aufgaben auf Ronan - und diese sind so ganz anders als erwartet . Anstatt sich nämlich den Sieg zu erkämpfen, wie er es gelernt hat, nämlich mit seinem Schwert, werden von ihm menschliche Fähigkeiten verlangt - angefangen damit, dass er einen Freund braucht. 

Die Autorin Jordis Lank beschreibt die Umgebung auf großartig, plastische Weise, sodass man das raue Meer beinahe riechen und den Sturm hören kann, wie er gegen die Fenster donnert. Außerdem wird diese Welt von dreidimensionalen Figuren bevölkert, die ihren eigenen Charakter mitbringen, aber auch lernen und sich entwickeln. Daher macht es Spaß, ihnen zu folgen. 

In "Rauklands Sohn" findet ihr nicht nur epische Kämpfe und raue Landschaft, sondern auch bunte Feste, romantische Begegnungen, ur-komische Dialoge und einen Protagonisten, dem man den Hals umdrehen, zujubeln und wieder aufhelfen möchte. Daher: Lasst euch von dem eher schlichten Cover nicht abschrecken, lest das Buch!

Samstag, 7. Oktober 2017

😍 1. Lesenacht 😍

Ich habe noch nie an einer Lesenacht teilgenommen - aber wenn es sich anbietet, möchte ich es gerne ausprobieren! ☆so gespannt☆ 


Bookdemon ist Schirmherrin über das Event, falls ihr also noch nichts heute vor habt, macht unbedingt mit! Es startet um 19 Uhr 😁 

Ich werde wohl "Empire State" aus dem Papierverzierer Verlag lesen - und ihr? 



20 Uhr - erste Frage 😍



Puh! Richtig genervt hat mich "Those broken Stars". Ehrlich, die dümmste Art Probleme zu schaffen, indem keiner miteinander spricht. 🙈

21 Uhr - zweite Frage, es geht weiter 😗




Also mich würde ein total verrückter Superheld in grellen Strumpfhosen und der obligatorischen engen, roten Unterhose darüber. Mit wehendem Umhang und abgefahrener, geflügelter Maske. 

22 Uhr - dritte Frage 😏 




Hm...was würde ich ändern. Der extrem sexistische Ton von Rex ist hart zu schlucken, aber gehört wohl so. Im Moment ist es noch hart zu durchschauen, was wirklich abgeht, der düstere, trockene Ton passt zur Story, macht es aber wohl auch schwer, schnell in die Geschichte zu tauchen. 

23 Uhr - wow, ich komme nicht SO schnell voran, bin aber überrascht von dem Buch! 




Okay, zur nächsten Frage...hm...also wenn ich Rex heiraten müsste, würde sich das Ganze in einen Krimi verwandeln, wahrscheinlich weil ich ihn umbringen würde! Red dagegen...keine Ahnung. Ich weiß leider noch sehr wenig über die Protas. :/ ich befürchte, ich will keinen xD 

24 Uhr - ahhh ihr macht Witze, die Zeit ging so schnell vorbei! Ok, soviel hab ich nicht gelesen (15%), aber es hat Spaß gemacht 😍 



Die letzte Frage ist kniffelig. Cover...hm...ich schwärme für das Cover von "Ewigkeitsgefüge" von Laura Labas - die Farben sind so toll! Puh, was ich dort erlebe? Ein Dimensionensprung, bei dem wir Welten zerstören und neu zusammen fügen, bei dem Völker erwachen und andere sterben. Die Zeit zersplittert und eine neue Ära beginnt 😍

Freitag, 6. Oktober 2017

Rezension zu "City of Lost Souls" von Cassandra Clare

Band 5 der „The Mortal Insturements“-Reihe! Gleich zu Anfang kommt mein Fazit, denn ja es gibt Längen, aber meine Güte, dieses Buch schafft es dennoch, von Seite 1 bis zum Ende zu fesseln, einem das Herz zu brechen, zum Lachen zu bringen und actiongeladen zu sein. 


Für mich sind die Charaktere dieser Reihe das absolut Anziehende. Clary und Jace und ihre dramatische Liebesgeschichte, die sie durch Leid und Schmerz führt, aber sie auch stark macht. Dann Izzy und Alec und Simon plus Magnus, die jeder für sich ganz speziell, eigen und liebenswert ist. Ich könnte hier noch mehr aufzählen, aber ich glaube, was ich sagen will, ist: Die Figuren, jede davon, sind plastisch, eigen und erzählen ihre eigene Geschichte, die sich in das Große und Ganze nahtlos einfügt. 

Der Schreibstil ist das zweite Großartige, das ich an dieser Buchreihe so liebe. Das Lesen geht schnell, man taucht sofort ab und verliert sich in den geschickten, bildhaften Vergleichen und klugen Dialogen. 


Zur Story selbst: Es geht rasant weiter, nachdem Sebastian mit Jace verschwunden ist. Ein Krieg zieht auf, ein Vorbote vom Ende der Welt, doch Clary und ihre Freunde tun alles, um ihren Freund zu retten und Schlimmeres zu verhindern. Auch wenn sie dafür Dämonen und Engeln entgegen treten müssen. 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension zu "Lament“ von Maggie Stiefvater

Für dieses Buch eine Rezension zu verfassen, fiel mir besonders schwer. Das liegt vor allen Dingen daran, dass ich nicht genau sagen kann, was ich davon halte.


Denn: Der Schreibstil ist grandios. Im Grunde wollte ich mich mit den Sätzen zudecken, mich einwickeln und nie wieder auftauchen, in ihnen schwelgen und mit ihnen träumen. 
Auch die Idee fand ich toll, all die Figuren, die auftauchten waren so detailliert und fantasievoll gestaltet, dass es mir große Freude bereitet hat, über sie zu lesen. 

Aber: Leider gibt es ein Aber, das mein Problem auslöste. Und nun heißt es *SPOILER VORAUS*!!!
Die Protagonistin wird als besonders dargestellt. Eine Perfektionistin, eine großartige Musikerin, ein kluges Mädchen, aber all ihre Aktionen sind irgendwie dumm. Dazu kommt die Love-Story, die keinen Sinn gemacht hat. Erst sieht sie Luke in einem Traum, plötzlich steht er vor ihr und obwohl total komische Dinge um ihn herum geschehen, rennt sie hinaus und in seine Nähe, ohne auch nur darüber nachzudenken. Kurzum: Ich habe den beiden die große, dramatische Liebe nicht abgekauft und daher über all die kitschig-romantischen Stellen eher die Stirn gerunzelt, als großes Mitgefühl zu empfinden. 



Daher mein Fazit: Der Stil der Autorin ist grandios und daher werde ich sicherlich andere Bücher von ihr probieren, vor allem, da ich viel Gutes gehört habe, aber dieses Buch ist für mich leider nur Mittelmaß. 

Mittwoch, 27. September 2017

Rezension zu "Phönixakademie - Funke 16" von I. Reen Bow

Whupwhup! Ein hoch auf Kathy Silberstein!! Das Mädchen mit dem bunten Haar hat eine Wandlung durchgemacht. Sie findet zurück zu ihren Wurzeln und wow, ihre Rückkehr ist phänomenal! 


Währenddessen ist es erschreckend und faszinierend, was mit Berry geschieht. Und was wird aus Robin, Leon und Frederik?


Die Serie zeichnet sich durch tolle Figuren aus, die nun solche Wandlungen durchmachen, dass man sie kaum wiedererkennt. Und das macht die gesamte Entwicklung, die Geschichte um die Akademie umso interessanter. Beziehungen entwickeln sich, Leben stehen auf dem Spiel - das ganze Schicksal der Welt! 

Rezension zu „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin

Das Cover hat mich verzaubert. Der Klappentext noch dazu, der sofort zum Träumen einlud und eine spannende Geschichte versprach. 

Das Gedicht am Beginn und der Prolog nehmen einen sofort mit. Es ist herzerwärmend und düster und legt eine gewisse Schwere auf einen. Damit ist der Grundton der Geschichte gelegt. Zumindest wäre das zu hoffen, doch leider kommt es dann doch anders. 

Ein weißer, geheimnisvoller Wellensittich bringt Milan zu dem Zirkus und direkt zu Julie, der Überfliegerin, der Künstlerin in den Lüften. Sie führt ihn in den Zirkus und erzählt ihm von den Vertretern, die die Magie in den Menschen töten, indem sie Versicherungen verkaufen und das harte Leben verkörpern, das aus Arbeit, Steuern und eben all der Realität besteht. Doch hinter dem Zaun des Zirkus existiert noch die Magie und in dieser beginnt Milan sein neues Leben. Er beginnt als Mitreiser, dich hat er das Potential zu mehr? 

Die Geschichte verspricht toll zu werden. Ein depressiver Junge, ein magischer Zirkus gehen die harte Realität und ein Funke Liebe. Doch leider - und das ist nur meine persönliche Meinung + SPOILER ALERT - hält das Buch diese Emotionen des Anfangs nicht. Milan wirkt die gesamte Zeit über wie ein egozentrisches Baby, bei dem sich die Welt nur um ihn dreht. Dazu kommt, dass zwar zwischen Julie und Milan eine tolle Stimmung herrscht, aber ihre Romanze und schließlich Liebe konnte ich ihnen nicht abkaufen. Das ganze Drama, das dann folgt, und die ganze Vertreter-Geschichte konnten mich auch nicht packen. Zu aufgesetzt und gezwungen. 




Es tut mir sehr leid, dass meine Rezension nicht besser ausfällt, aber leider schaffte das Buch nicht, mich nach dem Beginn richtig zu fesseln. Der Schreibstil ist toll, manchmal etwas aufgesetzt, doch sehr schön zu lesen. 

Montag, 25. September 2017

Rezension zu "Phönixakademie - Funke 15" von I. Reen Bow

Das Auftauchen und die Veränderung von Hornelius waren am Ende von Band 14 ein echter Knaller und fesseln auch im 15. Funke. Zudem ist das Wesen, das er nun darstellt, super interessant und spannend! 


Gleichzeitig erfährt man mehr über Berry und auch Jenny bekommt einen kurzen Auftritt. Wieder spielt sie mit den Gedanken eines Mädchens und man muss sich fragen, zu welchem Zweck, wohin führt das und welchen Plan verfolgt das Mädchen mit dem Wolkenhaar? Vor allem, nachdem der weiße Phönix entdeckt wurde. Und was tut Berry, die sich mehr und mehr verändert? Welche Rolle wird sie noch spielen. 


Es wird spannend. Die Flucht ist zu Ende und es scheint, fast alle Spieler sind auf dem Feld. 

Rezension zu „A Court of Mist and Fury“ von Sarah J. Maas

Wow. Was für ein Buch! Was für eine herzzerreissende, spannende und unglaublich komplexe Geschichte! 


Vera hat überlebt, auch wenn sie das selbst kaum merkt, denn die Schuld lastet schwer auf ihren Schultern und frisst sie auf. Auch an Tamlin sind die drei Monate unter dem Berg nicht spurlos vorbei gegangen. Und eines wird schnell klar: Sie haben sich verändert und ob sie dann noch zusammen passen, steht in den Sternen. Denn in Vera schlummern Kräfte, sie will helfen, will etwas tun, aber Tamlin sieht sie als seine Frau innerhakb des Hauses, sicher, geborgen - gefangen. 

Aber ganz reibungslos geht sein Plan nicht auf, denn da gibt es noch Rhysand, den Highlord des Night Court und eine Verpflichtung, die Vera einging, um sich zu retten. Eine Woche pro Monat sollte sie zu Rhys an den Hof kommen. Was zunächst wie eine Bestrafung klang, nach Schrecken und Albträumen, stellt sich bald als großes Wunder heraus. 

Diese Geschichte erzählt von Schmerz und Schuld. Von Liebe und Wahn. Sie erzählt davon, wie eine junge Frau sich zurück ins Leben kämpft, sich daran erinnert, wer sie war und herausfindet, wer sie sein will. Aber diese Geschichte erzählt auch davon, wieviel man bereit ist zu opfern, um seine Familie zu schützen, um die zu schützen, die man liebt. 

Das erste Buch war bereits spannend, Vera eine tolle Figur - Band 2 übertrifft das alles. Der Anfang ist beinahe schmerzhaft, doch umso strahlender sind die Wunder, die darauf folgen. Man möchte schreien, weinen, lachen - alles in nur wenigen Seiten. Man kann sich kaum von der Geschichte lösen, so viele großartige Figuren, so tolle, faszinierende Orte warten auf einen und dann die Verstrickungen und Wendungen, die einem kaum zu Atem kommen lassen. 


Was mir am besten gefällt: Vera ist eine so großartige Figur. So echt und plastisch. Sie wird wütend, traurig, sie kann irrational sein, aber dann denkt sie nach, überlegt, macht sich Gedanken - sie ist eben keine hysterische Frau, die durch irrationales Verhalten Drama auslöst, sondern eine echte Heldin, eine vielschichtige, großartige Figur!

Sonntag, 24. September 2017

Rezension zu "Phönixakademie - Funke 14" von I. Reen Bow

Bereits im letzten Band lernte man Theres kennen und es gab einiges an kleinerem Drama zu verarbeiten. 

Während Theres sich absondert und an ihrer Magie feilt, tut Chest alles, um den Schrottplatz zu sichern und die Kinder darauf zu beschützen. So unterschiedlich die zwei sind, wurden sie durch die Magie doch verbunden und bauen langsam eine Freundschaft auf. Chest beginnt sich mit seiner Magie auseinander zu setzen, ohne zu ahnen, was da in ihm schlummert.

Währenddessen befinden sich Robin und die anderen auf der Flucht. Hier muss ich leider sagen, dass das etwas mühselig zu lesen war. Große Liebesbekenntnisse, die ein wenig kitschig anmuten, und ein total zickiger Frederik. 


Trotz allem war auch dieser Teil gut und schnell zu lesen und vor allem das Ende machte neugierig. Nicht der stärkste Band, aber solide. 

Samstag, 23. September 2017

Rezension zu „The Air he Breathes“ von Brittainy C. Cherry

Dieses Buch hat mich von Seite 1 an bereits so mitgenommen, dass ich nicht anders konnte, als diese Achterbahnfahrt der Gefühle in einem Tag durchzulesen, unfähig, mich von der Geschichte zu trennen. 


Tristan verliert jeden Halt, als seine Frau und sein Kind bei einem Unfall sterben. Er flieht und zieht in eine kleine Stadt, in der die Bewohner ein Hobby haben: Klatsch und Tratsch. Bald wird er der Aussätzige der Stadt, ein Freak, ein Monster. 

Liz verlor ihren Mann vor einem Jahr. Nachdem sie mit ihrer Tochter aus dem gemeinsamen Haus floh, kehrt sie nun zurück. Es soll ein Neuanfang werden. Nur dass sie nun einen neuen Nachbar hat, nämlich den Mann, vor dem sie alle warnen. Nur dass sie nicht das Monster in ihm sieht, sondern die gleiche kaputte Seele, wie ihre eigene. 

Das Buch schafft es, von Beginn an Emotionen aufzubauen. Sowohl Tristan, als auch Liz wachsen einem sofort ans Herz, man leidet und lacht mit ihnen. Denn zu lachen gibt es genug, dafür sorgen die Dialoge und die liebevollen Figuren, die diese Geschichte bevölkern. Vor alle, Faye, die beste Freundin von Liz, sorgt für einiges Schmunzeln. 

Vor allem die erste Hälfte des Buches hat sich für mich dadurch ausgezeichnet, dass es so eine ganz andere Geschichte war. Weil sie von Verlust erzählte und dem Schmerz und der Frage, wie man überleben sollte. Ich fand nicht nur spannend, wie die Protagonisten miteinander agierten, sondern was für ein Bild einer amerikanischen Kleinstadt geschaffen wurde, das sicherlich auf die gesamte Menschheit anzuwenden ist: Die Unart, Menschen von außen zu beurteilen, ohne zu wissen, was ihre Geschichte ist, was sie durchgemacht haben - und sie zu verurteilen für ihren Schmerz. 

Nach der Hälfte zeichneten sich ein paar Handlungsstränge bereits ab, die beinahe aus dem Baukasten für Drama hätten kommen können. 
** Achtung SPOILER ** 
*
*
*
Die typische Dreiecksbeziehung
Der eifersüchtige Dritte, der die Grenzen überschreitet, um zu bekommen, was ihm vermeintlich gehört
Eine Trennung der Liebenden, weil sie nicht miteinander sprechen und/oder etwas voreinander verheimlichen
Das obligatorische Drama danach 
Ein kitschiges Ende 
*
*
*
** SPOILER Ende ** 


Fazit: Es ist dennoch ein tolles Buch, das mich emotional total mitgenommen und berührt hat und trotz der Drama-Bausteine doch besonders und lesenswert ist. 

Freitag, 22. September 2017

Rezension zu "Phönixakademie - Funke 13" von I. Reen Bow

Berry ist ein Schatten. Ihre Freunde kommen einfach nicht an sie heran, obwohl sie alles versuchen. 

Dieser Funke bekommt einen besonderen Touch, denn die Gefühlswelt von Aves und Berry werden näher beleuchtet. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Kathy und es scheint, das Mädchen hat sich verändert, welche Rolle sie noch spielen wird? 


Liebe liegt in der Luft. Ein Abschlussball rückt näher und die Geschehnisse rund um Jenny und Mr. Gettson ziehen ihre Kreise. 

Dienstag, 19. September 2017

Rezension zu „Too Late“ von Colleen Hoover

Dies ist mein zweiter Versuch mit der Autorin, nachdem ich ein anderes Buch von ihr abbrechen musste. Und diesmal war ich tatsächlich hin und weg! 


Die drei Figuren, aus deren Sicht die Geschichte beschrieben wird, sind alle interessant und mit ihrem eigenen Ballast werden sie zu dreidimensionalen Charakteren, deren Beweggründe verständlich sind und deren Reaktionen auf Situationen logisch erscheinen. Es ist zwar eine beinahe Liebe-auf-den-ersten-Blick-Situation, aber sie ist so herzerwärmend und witzig gemacht, mit so schlagfertigen Dialogen, dass man nicht sofort vor lauter Zuckerschock umkippt. Überhaupt hält das Buch eine großartige Balance zwischen Romantik, Drama und Spannung, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Vor allem beim Hauptteil der Story. 

Der Epilog und der zweite Epilog, der nachgeschobene Prolog und der ganze Rattenschwanz, der nach dem ‚Ende‘ folgt, hat sich für mich gezogen. Das lag wohl daran, dass für mich der erste Teil als abgeschlossen erschien und das danach war dann eben müßig. Sicherlich, auch hier gab es spannende Momente, aber es hat mich nicht mehr so gefesselt. Schade, aber das macht den Gesamteindruck nur etwas schlechter und daher bekommt dieses Buch definitiv eine Leseempfehlung.


Edit: Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, in dem so oft geflucht wurde, auch in der Erzählung der Figuren, nicht nur im Dialog. Lieblingswort: Fuck. 


Rezension "Phönixakademie - Funke 12“ von I. Reen Bow

Bisher ging es rasant voran und das ändert sich auch jetzt nicht. 


Atemberaubend wird die Umgebung und die Szenen beschrieben. Man taucht vom ersten Satz ab in die Geschichte und die Welt. 

Kinder, die zu kämpfen bereit sind. Magische Wesen und Untergrundmagier - und meine absoluten Lieblinge: Lion und Frederik. Die beiden machen Spaß! 


Schon lange geht es nicht mehr nur darum, dass Robin ihren Platz findet, vielmehr steht auf dem Spiel. Wird sie Jennys Hilferuf erhören? Und welche Schritte unternehmen Gettsons Gegner direkt in der Akademie?

Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Zwei Kontinente auf Reisen" von Jenny Karpe

Matrix meets Romance - oder so ähnlich. Aber zurück zum Anfang.


Auf einer Insel mitten im Ozean leben Kira und Aaron. Sie stammen auf zwei verschiedenen Völkern, die sich ständig streiten, obwohl sie sich eine Insel teilen müssen, denn mehr ist von der Erde nicht übrig geblieben. Das Buch startet mit dem Untergang einer benachbarten Insel, den Kira beobachtet. Sie steht am gefährlichen Rand und starrt hinaus, sieht zu, wie Häuser, Straßen und Menschen ins Meer stürzen. Aaron kommt hinzu, die beiden Kinder können sich nicht ausstehen - vor allem Kira ist regelrecht bösartig und zickig, besonders für eine Achtjährige. 

Dennoch, ein Teleskop schafft es, dass die beiden Kinder unter der Aufsicht von Aarons Vater Augustin sich irgendwie verstehen, während die Anführer der zwei Völker eine Grenze erschaffen. 

Was hat mir gefallen? 
Der Schreibstil ist gerade am Anfang sehr schön zu lesen. Die meisten Vergleiche machen sind und sorgen für eine schöne Bildlichkeit - leider gibt es einige Vergleiche, die bei mir komische, unpassende Bilder herauf beschworen haben, was mich aus der Story gerissen hat. 
Die Idee ist sicherlich abenteuerlich. Vor allem ab der zweiten Hälfte, ist sie neu und weist einige interessante Punkte auf.

Was hat mir nicht gefallen?
Ich kam weder mit Kira, noch mit Aaron zurecht. Jeder der beiden für sich war mir schon nicht sympathisch, aber als die Liebesgeschichte zwischen den beiden sich zu entwickeln beginnt, verstand ich es noch weniger. *SPOILER* Da sehen sie sich ewig lang nicht, haben sich davor nur solala verstanden, aber als Kira ihn mit einem anderen Mädchen sieht, ist sie total geschockt. *SPOILER ENDE* 
Bis auf Augustin war mir auch kein anderer Charakter besonders sympathisch. Viele kamen mir wie Karikaturen vor, sie hatten nur einen Wesenszug und wurden darauf reduziert, damit erschienen sie mir kaum wie echte Menschen. So wie bei der Kontrahentin von Kira, die einfach von beginn an böse ist, klischeehaft böse. 
Dazu kam, dass es sich an vielen Stellen zog und es mühsam war, durch Kapitel zu lesen. 

Daher fällt mein Fazit nicht so rosig aus, was mir ehrlich leid tut. Ich hatte mich auf die Geschichte gefreut. Das Cover ist hübsch und der Klappentext versprach eine interessante Story - von der Idee her konnte sie das auch umsetzen. Da ich aber mit den Figuren und manchen Storylines nicht ganz zurande kam, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Leider war ich emotional nicht involviert und es kam kaum Spannung auf. 

Zum Glück ist jede Meinung als ganz subjektiv zu betrachten und ich bin mir sicher, dass es vielen anderen gut gefallen könnte :) 

Sonntag, 17. September 2017

Rezension zu „American Gods“ von Neil Gaiman

Zunächst: Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und denke, dass das der einzige Grund ist, warum ich so schnell durch gekommen bin, denn der Leser war spitze und schaffte es, über die Längen, die im Buch einfach zu finden waren, dennoch eine gewisse Spannung zu halten. 


Im Grunde folgt man Shadow Moon, wie er im Gefängnis darauf wartet, entlassen zu werden, um nach Hause zu seiner Frau zurück zu kehren. Nur dass eine Kette an Ereignissen dazu führt, dass er als eine Art Bodyguard für einen Mann endet, der sich selbst Mr. Wednesday. 

Und damit beginnt Shadows Achterbahnfahrt mitten in einen Krieg hinein, der zwischen den Göttern Amerikas im Begriff ist auszubrechen. Götter, die einst aus allen Ländern mit den Siedlern importiert wurden, aber auch Götter der Neuzeit. Von der Eisenbahn bis zum Internet und mehr. 

Während die anderen Figuren richtig interessant und plastisch auftraten, erschien mir Shadow als ziemlich fade und an manchen stellen phlegmatisch, denn egal was passierte, er nahm es einfach hin! 

Nimmt man dazu noch die teilweise aus dem Zusammenhang gerissenen Szenen, die zwar ganz nett beschrieben waren, aber für den Verlauf der Story eigentlich wenig beitrugen, außer die Länge zu strecken, macht das zumindest für mich ein Buch, das zwar mir einer brillanten Idee, teilweise faszinierenden Charakteren und auch tollen Beschreibungen aufwarten kann, aber alles in allem doch eher mittelmäßig ausfällt. 

Beim Hörbuch reißt der Leser einiges wieder hinaus. 


Ich habe nach dem Buch die erste Staffel der gleichnamigen Serie gesehen und muss sagen, sie finde ich um einiges spannender und interessanter, als das Buch. Soll passieren! 


Samstag, 16. September 2017

Rezension zu „Archon“ von Felix A. Münter

Reale, trockene Figuren, die mit Pragmatismus und Fachwissen an ihre Aufgabe gehen. Welche das ist? Sie sind die geheimste Abteilung der ESA, sie untersuchen die Phänomene auf unserer Welt auf der Suche nach dem Beweis, dass es mehr gibt, dass wir nicht alleine sind.

In Montenegro taucht ein geheimnisvoller Mann auf. Geschwüre auf seiner Haut. Eine eigenartige Kugel in der Hand. Als er schließlich nach Deutschland gelangt, zusammen bricht und die Mutationen voran schreiten, wird die Truppe um Michael Hoth gerufen und eine Reise startet damit. Zunächst nach Koblenz, dann, nach einem Eintauchen in die Bürokratie, geht es nach Montenegro und zu dem Ort, wo alles vor sich ging. Was sie finden? Ungeheuerliches! 

Detailliert wird das ganze Geschehen beschrieben. Von den Vorgängen in der Organisation bis hin zu den abenteuerlichen Situationen, die zu meistern sind. Besonders schön und plastisch wird die Umgebung gestaltet, sodass man meint, regelrecht eintreten zu können. Die Truppe um Hoth und ihre Dialoge beleben diese Welt. 


Und wie so oft in den Büchern des Autors: Ein fantastisches Finale mit dem leichten Twist, den man so nicht erwartet hat. 

Freitag, 15. September 2017

Rezension zu „Schneeweiße Rose - Der verwunschene Prinz“ von Jennifer Alice Jager

Wieder eine Märchenadaption der Autorin frei nach Schneeweiß und Rosenrot. 


Zunächst: Der Schreibstil der Autorin ist wie immer großartig. Schön zu lesen, blumig und voller toller Beschreibungen, die die fantastische Welt zum Leben erweckt. 

Leider war es das mit dem Positiven, das ich über die Geschichte sagen kann. Aber vorweg, sie ist nicht schlecht, nur nicht so fesselnd, wie erhofft - und das ist ja nur meine Meinung und beansprucht keine Allgemeingültigkeit irgendwelcher Art.


Warum? 
Leider kam ich mit Snow, der Protagonistin, nicht klar. Ich fand sie fad und farblos. Ihre Schwester Rose gefiel mir um einiges besser. 
Die Liebesgeschichte hat mich auch nicht gepackt - und ja ich weiß, in Märchen geht alles etwas schneller, aber ich konnte da keine Emotionen heraus ziehen. 
Dadurch hat das Drama mich nicht berührt. 

Dennoch: Das Finale war gut und spannend gemacht. Die Bilder bunt und faszinierend. 

Daher gibt es eine mittelmäßige Bewertung, aber Fans von Romance und Märchen sollten es versuchen. 

Samstag, 19. August 2017

Rezension zu „Die Krone der Sterne" von Kai Meyer

Eine Baronesse, auserwählt, zur Braut der Gottkaiserin zu werden, ein Leibgardist, ein Waffenspezialist und eine Alleshändlerin werden durch Schicksal oder Zufall zusammen geführt, um mitten im All zwischen Piraten, zwei Brüdern, Maschinen und zwei Religionen zu überleben. 
Als aller erstes fielen mir die unglaublichen Gebäude bzw. Schiffsbeschreibungen auf. Die Fülle der Details macht diese fremde Welt greifbar und faszinierend. 
Ein weiterer wirklicher Pluspunkt, der dazu führt, dass man dieses Buch gar nicht mehr aus den Händen legen will, sind die Figuren darin. Izina und Glanis, Shara und Kranit haben alle ihren ganz eigenen Ton, besitzen einen so speziellen Charakter, ihre Geschichte und wachsen einem so schnell ans Herz, dass jede Verfolgungsjagd für Herztrommeln und die meisten Dialoge für ein Schmunzeln sorgen. 
Auch wenn die Figuren einem schnell ans Herz wachsen, ist der Anfang dennoch etwas mühselig. Es sind sehr viele Flucht-Situationen, die sich aneinander reihen. Das jedoch wird bald besser, denn sobald man die Figuren kennt, fiebert man mit ihnen mit. Außerdem sind alle Situationen spannend aufgebaut. 

Ein weiteres Plus ist die Art und Weise, wie Hintergrundinformationen gegeben werden. Mal in Dialogen, mal zwischendurch eingestreut. So setzt sich langsam ein Bild zusammen, ohne die Hauptstory zu stören.

Fazit: Das Buch hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, wartet mit einer tollen Idee und super interessanten Charakteren auf, durch die vielen aufeinander folgenden Fluchtversuche schleicht sich jedoch etwas wie Routine herein, wodurch es etwas an Spannung - zumindest für mich - verliert, vor allem, ***Achtung SPOILER*** da im Klappentext bereits verraten wird, wer die vier ProtagonistenInnen sind und die wohl nicht plötzlich verschwinden bzw. sterben werden - nicht im ersten Buch!