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Rezension zu „Blake McLain - Flucht“ von Jaden Quinn

Demütigung, Kontrolle und Gefangenschaft - wie kann man dem entkommen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch? 
Blake und Sam wuchsen in einem Labor auf. In ständiger Angst und umgeben von Schmerz und Gewalt. Doch dann können sie eines Tages fliehen. Es scheint wie ein Traum, dass sie das Labor endlich verlassen können. Doch was nun? Blake muss seinen kleinen Bruder beschützen, er wird alles dafür tun, um ihn in Sicherheit zu wissen. Doch was ist schon Sicherheit? So ein fragiles und zerbrechliches Ding. 
Sie kommen der Normalität nahe, haben fast so etwas wie eine Familie, doch die Männer des Labors lassen sie nicht in Ruhe, sie geben nicht auf. Niemals. Und so müssen die Brüder weiterziehen, immer vorwärts. 
Ruhige Momente wechseln sich mit actiongeladenen ab. Momente der Idylle mit Momenten des Grauens. Es geht nicht nur um die Flucht, sondern auch darum, was es mit den Jungen macht, die langsam erwachsen werden. Wie sie sich verändern und kämpfen. Sie stehen unter Druck, doch kön…
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Rezension zu „Die Zeitwächterin“ von Lilith Korn

Ein ganz normaler Museumsbesuch, der alles verändert. Nur dass Thekla in diesem Moment noch gar nicht weiß, welches Schicksal sie erwartet. 

Was ist Zeit? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alles eins, alles zerbrechlich - und manipulierbar? Plötzlich scheint sie nämlich anzuhalten, einfach so, doch nur Thekla bemerkt es, niemand sonst. Und wer soll ihr schon glauben? Nicht ihr Freund und nicht ihre beste Freundin. Ihre Schwester vielleicht? Doch dann trifft sie auf Mattheo, der etwas zu wissen scheint. Wer ist er und welches Geheimnis birgt er? Und was ist das für eine bedrohliche Stimme, die Thekla verfolgt? 
Der Schreibstil ist klar und leicht zu lesen, schnörkellos, aber schafft es dennoch, die Umgebung und die Figuren plastisch herauszuarbeiten. 

Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut. Der erste Teil des Buches ist ziemlich den Erklärungen gewidmet, die nötig sind, um die Geschichte zu verstehen. Diese sind gut in die Story eingebunden und wirken nicht fehl am Platz, trotzdem …

Rezension zu „Black Blood - Part 1“ von Malum

Das Leben ist nicht leicht. Jede Nacht muss Jane ihre Schwester alleine zurücklassen, um Geld zu verdienen. Denn sie ist nicht frei und wird es noch einige Jahre nicht sein. Aber was blieb ihr übrig? Ihre Mutter ist tot, ihr Vater war ein brutaler Trinker und die Schwestern mussten fliehen. Doch dann wird alles noch schlimmer. Plötzlich fressen Menschen andere Menschen. Die Gesellschaft zerbricht und ein Kampf ums nackte Überleben beginnt. 
Die Geschichte wird jeweils aus der direkten Perspektive der Figuren erzählt. Wobei sehr viele Personen dabei eine Stimme erhalten und ihre Geschichten erzählen. Dabei erinnert das Ganze an „The Walking Dead“, denn der Kampf gegen die Untoten ist bald nicht mehr so zentral, viel eher legt das Buch den Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und was mit den Menschen und ihren gesellschaftlichen Normen und Werten geschieht, wenn die Zivilisation untergegangen ist. 
Die Idee an sich ist recht spannend, auch der Plot an sich beinhaltet viel Potent…

Rezension zu „Summoner Book 1 - The Novice“ von Taran Matharu

Dieses Buch hat einen schnörkellosen, sehr direkten Stil, der hervorragend zu der Geschichte passt. Gleichzeitig schafft er es dennoch, die fremde Welt und die Figuren darin plastisch hervorzuheben und ihnen Leben einzuhauchen. Dennoch muss man anmerken, dass es nicht der schönste Stil ist und sich manchmal etwas ungelenk liest. 
Von Beginn an wird Spannung aufgebaut. Sei es auf der Jagd, dann in der Auseinandersetzung und der schicksalhaften Begegnung, die alles in Gang setzt. Es kommen nie Längen auf, da die Story wirklich Schlag auf Schlag voranschreitet, dafür irritieren manche Zeitsprünge, denn manchmal fehlen dadurch Informationen. Die Hintergrundgeschichte über die verwendete Magie wird gut erklärt in den Unterrichtsstunden, doch leider fehlen Infos zur politischen Situation, die doch so wichtig für den Plot ist. Immerhin gerät der Protagonist und seine Freunde genau in diese Querelen herein und als LeserIn versteht man teilweise nicht, wieso diese Intrigen überhaupt entstehen ko…

Rezension zu „Rache wird am Besten kalt serviert“ von Diane Summer

Wie bestimmt die Vergangenheit die Zukunft, nicht nur von einer Person, sondern auch alle Mitmenschen? Wie weit wird jemand für Rache gehen und was muss geschehen, um einen Menschen an den Abgrund und darüber hinauszutreiben?

Es sollte nur ein normales Gespräch werden zwischen dem Schuldirektor, der Lehrerin, der Mutter und dem Schüler Gottfried Ner, den alle Nero nennen. Doch ein falsches Wort und Wut entflammt in dem Jungen, er wird beinahe zum Mörder. Vor Gericht wird er verurteilt und schwört noch am selben Tag Rache. Dreizehn Jahre vergehen, doch dann werden die Kinder der beteiligten Lehrer entführt und alles deutet auf Nero hin. Ist er zurückgekehrt, um seine Rache doch noch, nach all der Zeit, durchzuführen? Ermittler Haberlund und Kaiser sehen sich einem mysteriösen Fall gegenüber, der sehr viele Fragen aufwirft. 
Die Idee ist toll und der Fall wirkte sehr spannend, deswegen war das Buch auch sehr schnell zu lesen. Leider kam ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar. Er ist…

Rezension zu „Daughter of Smoke and Bone“ von Laini Taylor

„Never repent of your own goodness, child. To stay true in the face of evil is a feat of strength.“ 

Karou ist ein beinahe normales Mädchen, das in Prag auf eine Kunstschule geht. Beinahe, denn sie hat blaues Haar. Beinahe, denn sie kann durch Türen gehen, die sie woanders hinführen, als andere Menschen. Beinahe, denn sie sammelt Zähne für eine Chimäre.  
Doch auch wenn sie schon nicht gerade normal ist, wird ihre fragile Normalität bald zerstört. Denn plötzlich tauchen geflügelte Wesen - schillernde, feurige Engel - auf und markieren die Durchgänge, die die junge Frau bisher benutzte. Als einer der Engel sie angreift und sie sich gerade so wehren kann und flieht, muss sie fast alles, was sie weiß, in Frage stellen. Denn, wer ist sie wirklich? Wieso greifen die Engel sie an? Was haben die Zeichen auf ihren Handflächen zu bedeuten? 
„Hope can be a powerful force. Maybe there‘s no actual magic in it, but when you know what you hope for most and hold it like a light within you, you can make…

Rezension zu „Dreizehn“ von M. H. Steinmetz

Diese Geschichte ist, als würde man mitten hinein in einen wahnsinnigen - und brutalen - Geist fallen und dessen Erzählungen lauschen. Selbst die scheinbar guten, ausgeglichenen Charaktere haben ihre dunklen Schatten und verrückten Tendenzen. 
So ist es, als würde ‚Shutter Island‘ auf eine Art ‚American Gods‘ und ‚The Ring‘ treffen. Was sich daraus ergibt? Eine stimmungsvolle, durch und durch gruselige, spannende und teilweise brutale Geschichte entsteht. Rund um einen trauernden Detektiv, eine geheimnisvolle Anstalt und einer Frau, die ihren Namen vergaß. 
„Sicherheit ist eine Illusion, denn ich komme in eure Häuser, durchdringe Wände imd Türen, als wären sie nichts.“
Grausame Morde bringen Detektiv Ward vom Scotland Yard auf den Plan. Ausgeweidet wurden die Opfer, ihre Haut mit Symbolen versehen. Was für ein Mensch kann ein solches Unheil heraufbeschwören? Was sind die Hintergründe?
„Der Tod ist die wichtigste Konstante im gesamten Universum, denn er bedeutet Erneuerung.“ 
Der Schreibsti…