Dienstag, 18. Oktober 2016

Rezension zu "Fuchsgeist" von Nicky P. Kiesow

Das Cover sieht richtig verträumt aus und zusammen mit dem Klappentext und der Leseprobe, die den Prolog enthielt, bestärkte es mich darin, das Buch lesen zu wollen - vielleicht eine neue, grandiose Fantasy-Serie zu entdecken. 



Die Idee klingt ja auch vielversprechend. Verschiedene Clans, die Tiergeister anbeten und von ihnen beschützt werden. Tiergeister, die sich manchmal mit Kindern verbinden und diese damit ein besonderes Schicksal erwarten - sei es als Tori, also als KämpferIn, oder als Aurora und HerrscherIn über einen Clan. 

Zu sagen ist, dass die Bilder, die die Autorin zu erschaffen weiß, funktionieren. Seien es die Beschreibungen über das Dorf oder das Wetter. All diese Szenen wirken gut und geben einem das Gefühl für die Umgebung. 

Im Prolog begleitet man die Zwillingsschwestern zu ihrer Zeremonie. Diese wird jedes Jahr abgehalten und dieses Jahr sind sie an der Reihe. Ein Feuer wird entzündet, die Tiergeister werden beschworen und die Zwillinge werden ausgewählt, erhalten aber zwei ganz unterschiedliche Aufgaben. Im Prolog ist die Erzählung fortschreitend. Man bekommt ein Gefühl für die Schwestern und das Dorf, Spannung wird aufgebaut. 

Leider war es so, dass danach, als die Erzählung 11 Jahre weiter springt, diese 11 Jahre mit Rückblicken und Erinnerungen irgendwie aufgeholt werden. Informationen und Hintergrundinfos werden im Fließtext mit sich wiederholenden "hatte" und "war" Konstruktionen präsentiert und leider tut das der aufgebauten Spannung vom Prolog Abbruch. 

Ich kam leider nicht mehr richtig in die Geschichte. Wusste ich noch, wer May als Kind ist, habe ich keine Ahnung über die Tori, die nach Hause zurück kehrt. Es ist nicht ganz greifbar. Ihre Entscheidungen später kann ich ebenso nicht nachvollziehen, wie die schwierige Beziehung zu ihrer Schwester. 

Abschließend ist zu sagen, dass die Idee toll ist und auch die Welt, die hier konstruiert wurde, fasziniert, die Figuren darin und die Art und Weise, wie sie präsentiert werden, leider nicht richtig packen. Es ist nicht schlecht, doch leider auch nicht fesselnd. 

Gesamt sieht es daher so aus: 


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