Montag, 13. Juni 2016

Rezension zu "Die vier Reiche - Barbarossas Fluch: Prolog Elser" von Patrick R. Ullrich

Zunächst gab Kindle an, man bräuchte hierfür ca. 20 Minuten. Ich glaube, ich bin in 15 durchgerast. Zu spannend war es, um auch nur eine Sekunde innezuhalten oder einmal tief Luft zu holen. Die Uhr tickte - wortwörtlich!



Dabei schafft dieser kurze Einstieg drei Dinge ganz hervorragend:
Erstens wurden die Geschehnisse der letzten zwei Teile in so knapper, aber präziser Form zusammengefasst, dass man einerseits gut in die Geschichte zurück kehren konnte, andererseits man gleich noch einmal alles lesen wollte - ging mir zumindest so.
Zweitens wird die Geschichte lebendig. Erlebte, echte und historische Geschichte, die sich in dieser bildhaften, sehr genauen Darstellung perfekt mit den Fantasy-Elementen verbindet.
Drittens ist dieser Prolog wie eine perfekte, köstliche Vorspeise, die null sättigt, sondern nur viel Lust auf das macht, was noch kommt. (Großes Manko: die Hauptspeise gibt es erst im Herbst)

Und natürlich ist auch hier wieder die sprachliche Gestaltung ein einziger Genuss. Um dies zu verdeutlichen, ein Satz, den man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen muss.
(Ja, heute hab ich's mit den Essens-Metaphern!)

"Bis in die kleinste Zelle der Gemeinschaft, die Familie, drang das Nervengift des Propagandaapparates vor, benebelte der Duft des Sieges die Hirne, trübte die Sicht, machte gleichsam in tauber Blindheit süchtig nach Triumphen und ließ den Volkskörper mit stolzgeschwellter Brust taumeln, als wäre die nationalistische Fäulnis seines Leibes Zeichen einer einzigartigen Überlegenheit."

Gesamt sieht das so aus:



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