Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension zu "Red Queen" von Victoria Aveyard

Spannend wird hier eine Geschichte erzählt, die Aschenputtel sein könnte - wenn Aschenputtel magische Fähigkeiten hätte und es um eine Revolution ginge. 


Es ist also nur sehr kurz die Geschichte eines Mädchens, das aus der Armut gerettet wird - von einem Prinzen. Denn Mare ist eine starke, junge Frau, die ihren besten Freund davor retten will, zur Armee zu gehen. Gemeinsam wollen sie fliehen, auch wenn darauf die Todesstrafe steht. In der Welt derjenigen, die mit silbernen Blut das Land regieren und rotes Blut einen zum Diener macht, zum Untergebenen, gibt es keinen Ort, an den sie sich wenden können. Doch Mare gibt nicht auf. Bis eine Gruppe Revolutionäre in der Hauptstadt einen Anschlag ausübt und der Tumult ihre Schwester verletzt, bis ein junger, fremder Mann ihr Geld gibt und sie tags darauf im Sommerpalast des Königs eingestellt wird. Sie soll die herrschende Klasse bedienen, während die Brautschau aufgeführt wird. Die Damen müssen ihre tödlichen, zerstörerischen Fähigkeiten vorführen und Mare - sie gerät dazwischen und plötzlich ist sie nicht mehr das Mädchen aus dem Dorf, nicht mehr roten Blutes, darf es nicht sein. Es beginnt ein Spiel von Macht, Kontrolle und Politik zwischen Krone, Familie und Revolution. 


Gekonnt erzählt die Autorin aus Mares Sicht die Ereignisse, ihre Gefühle, ihre Eindrücke. Dadurch wird auch mit ihrem Unwissen gearbeitet und so, wie sie die Welt kennen lernt, so lernt der/die Leserin sie kennen. Es tauchen ein paar Längen auf, doch sind diese minimal. Über die gesamte Länge hinweg kann die Geschichte fesseln und überzeugen. Die Figuren sind plastisch herausgearbeitet und ihre Charaktere klar umrissen. Plottwists, Entdeckungen und Kampfszenen verleihen dem Ganzen noch seine Würze. 

Als Hörbuch funktioniert es gut. Die Sprecherin Amanda Dolan schafft es, Mare und ihren Gedanken eine passende Stimme zu geben, doch auch die anderen Figuren erhalten ihren eigenen Ton, ihren eigenen Sprechrhythmus, der es angenehm macht, doch ganze 12 Stunden zuzuhören und nicht gelangweilt zu sein. 


Fazit: Gut funktionierende Geschichte, die viel Spaß macht und sehr spannend ist. Als Höbruch funktioniert es gut und ist auf alle Fälle etwas tolles fürs Ohr. Ich freue mich auf den nächsten Band! 


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