Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu "Red Queen" von Victoria Aveyard

Spannend wird hier eine Geschichte erzählt, die Aschenputtel sein könnte - wenn Aschenputtel magische Fähigkeiten hätte und es um eine Revolution ginge. 


Es ist also nur sehr kurz die Geschichte eines Mädchens, das aus der Armut gerettet wird - von einem Prinzen. Denn Mare ist eine starke, junge Frau, die ihren besten Freund davor retten will, zur Armee zu gehen. Gemeinsam wollen sie fliehen, auch wenn darauf die Todesstrafe steht. In der Welt derjenigen, die mit silbernen Blut das Land regieren und rotes Blut einen zum Diener macht, zum Untergebenen, gibt es keinen Ort, an den sie sich wenden können. Doch Mare gibt nicht auf. Bis eine Gruppe Revolutionäre in der Hauptstadt einen Anschlag ausübt und der Tumult ihre Schwester verletzt, bis ein junger, fremder Mann ihr Geld gibt und sie tags darauf im Sommerpalast des Königs eingestellt wird. Sie soll die herrschende Klasse bedienen, während die Brautschau aufgeführt wird. Die Damen müssen ihre tödlichen, zerstörerischen Fähigkeiten vorführen und Mare - sie gerät dazwischen und plötzlich ist sie nicht mehr das Mädchen aus dem Dorf, nicht mehr roten Blutes, darf es nicht sein. Es beginnt ein Spiel von Macht, Kontrolle und Politik zwischen Krone, Familie und Revolution. 


Gekonnt erzählt die Autorin aus Mares Sicht die Ereignisse, ihre Gefühle, ihre Eindrücke. Dadurch wird auch mit ihrem Unwissen gearbeitet und so, wie sie die Welt kennen lernt, so lernt der/die Leserin sie kennen. Es tauchen ein paar Längen auf, doch sind diese minimal. Über die gesamte Länge hinweg kann die Geschichte fesseln und überzeugen. Die Figuren sind plastisch herausgearbeitet und ihre Charaktere klar umrissen. Plottwists, Entdeckungen und Kampfszenen verleihen dem Ganzen noch seine Würze. 

Als Hörbuch funktioniert es gut. Die Sprecherin Amanda Dolan schafft es, Mare und ihren Gedanken eine passende Stimme zu geben, doch auch die anderen Figuren erhalten ihren eigenen Ton, ihren eigenen Sprechrhythmus, der es angenehm macht, doch ganze 12 Stunden zuzuhören und nicht gelangweilt zu sein. 


Fazit: Gut funktionierende Geschichte, die viel Spaß macht und sehr spannend ist. Als Höbruch funktioniert es gut und ist auf alle Fälle etwas tolles fürs Ohr. Ich freue mich auf den nächsten Band! 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

😍 1. Lesenacht 😍

Ich habe noch nie an einer Lesenacht teilgenommen - aber wenn es sich anbietet, möchte ich es gerne ausprobieren! ☆so gespannt☆  Bookdemon  ist Schirmherrin über das Event, falls ihr also noch nichts heute vor habt, macht unbedingt mit! Es startet um 19 Uhr 😁  Ich werde wohl " Empire State " aus dem Papierverzierer Verlag lesen - und ihr?  20 Uhr - erste Frage 😍 Puh! Richtig genervt hat mich "Those broken Stars". Ehrlich, die dümmste Art Probleme zu schaffen, indem keiner miteinander spricht. 🙈 21 Uhr - zweite Frage, es geht weiter 😗 Also mich würde ein total verrückter Superheld in grellen Strumpfhosen und der obligatorischen engen, roten Unterhose darüber. Mit wehendem Umhang und abgefahrener, geflügelter Maske.  22 Uhr - dritte Frage 😏  Hm...was würde ich ändern. Der extrem sexistische Ton von Rex ist hart zu schlucken, aber gehört wohl so. Im Moment ist es noch hart zu durchschauen, was wirklich abgeht, der dü...

Rezension zu „The Plastic Magician“ von Charlie N. Holmberg

Die Reihe „The Paper Magician“ habe ich geliebt. Sie konnte mit so viel Herz und Fantasie aufwarten, dass sich mir gar nicht die Frage stellte, ob ich dieses Buch auch lesen würde: Ganz klar!  Leider ist es so, wenn man sich sehr auf eine Fortsetzung freut, dass man das Neue mit dem Alten vergleicht. Und bei diesem Vergleich schneidet dieses Buch nicht ganz so gut ab. Was die ersten drei Bücher ausmachte, waren eben diese unglaubliche Fantasie und diese tolle Story, die einfach etwas Anderes war, neu und kreativ und LeserInnen sofort mit auf ein Abenteuer nahmen. Die Magie war besonders und die Liebesgeschichte packte einen wirklich - und das sage ich als jemand, der bei Romantik meistens mit den Augen rollt!  Hier liegt eine schöne Idee zugrunde, doch der Plot ist nicht außergewöhnlich. An einigen Stellen war es sehr vorhersehbar, was geschehen würde. Sei es nun, wer sich als Bösewicht herausstellte oder wer der romantische Gegenpart werden würde. Da die Geschich...

Rezension zu „Phoenix - Tochter der Asche“ von Ann-Kathrin Karschnick

„Im Leben musst du Entscheidungen treffen, die dir nicht immer gefallen. Entweder entscheidet man sich für das Leben oder dagegen.“ Hamburg, in einer Zukunft, in der zwar Wesen wie Hexen, Dämonen und Phönixe existieren, die aber gejagt und gefangen werden. Erst erschütterte ein geheimnisvolles Experiment Europa, danach ein Krieg gegen Amerika. Übrig blieb ein zerstörtes, zerrüttetes Land, das jedoch in einer Macht seine Rettung sah: Die Saiwalo.  Doch die Phönix Tavi weiß es besser. Sie hat viele Jahrhunderte der Menschheitsgeschichte miterlebt und sie weiß, dass die Saiwalo nicht die großen Retter sind, für die sie sich ausgeben. Mithilfe ihres Zöglings Nathan versucht sie gegen diese Regierung vorzugehen - und gleichzeitig an einem Ort zu überleben, an dem ihre Art als Monster, als Seelenlose gejagt wird.  Die Idee alleine zog mich schon in ihren Bann. Magische Wesen, nur so ganz anders, als wir sie kennen. Dazu ein fast schon postapokalyptisches Hamburg und...