Montag, 6. Februar 2017

Rezension zu „Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1 - Die vergessenen Akten“ von Andreas Suchanek, Nicole Böhm und Ute Bareiss


Eine Highschool in den 80ern. Es ist Nacht. Still und heimlich schleicht sich eine Gruppe Teenager in die Schule. Sie wollen die Prüfungsfragen stehlen, doch dann kommt alles anders als gedacht und diese eine Nacht wird noch Jahre später die Leben aller Beteiligten beeinflussen. 

Zunächst: Das ist eine Serie, das heißt, in jedem Band wird nur ein kleiner Schritt gegangen, nur nach und nach werden Fragen beantwortet, werden Hinweise gefunden und das sollte man wissen. Wer keine Geheimnisse mag, sollte davon die Finger lassen. ABER wer Geheimnisse und Rätsel liebt, auf Spannung steht und seinen Gefallen findet an total plastisch gestalteten und authentisch wirkenden Figuren, der/die sollte UNBEDINGT seine Sachen packen und aufbrechen nach Barrington Cove! 

Gut 30 Jahre nach dieser schicksalhaften Nacht, begegnen LeserInnen vier Teenagern. Mason, Randy, Olivia und Danielle sind vier sehr unterschiedliche Charaktere. Sie kommen aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft, bringen unterschiedliche Erfahrungen und Ballast mit. Gerade diese Differenzen, die Spannungen zwischen ihnen, macht diese Gruppe sehr interessant und amüsant, ihre Geschichte somit unterhaltsam mitzuverfolgen. (Ich erzähle absichtlich nicht, WIE sie alle zusammen kommen, denn DAS ist einfach zu spannend :D ) 

Nach und nach werden Verbindungen deutlich, zu einem geheimen Grafen, der die Unterwelt in Barrington Cove regiert, zu Drogendealern, Mördern und sogar den Eltern der Teenager. (Auch hier: Die Geschichte ist zu toll aufgebaut, verwoben und geheimnisvoll, als dass ich euch mit näheren Infos spoilern will. Alle Informationen, die man nach und nach bekommt, sind wie kleine "Aha"-Momente.) 

Das Besondere: Die Serie wird von mehreren AutorenInnen geschrieben, doch das fällt gar nicht auf. Der Schreibstil ist durchgehend gut und flüssig zu lesen und baut Spannung auf, die über die Bände gehalten wird. Außerdem wird gekonnt mit Informationen gespielt. Während LeserInnen immer wieder kleine Informationsschnipselchen bekommen, Eindrücke von der besagten Mordnacht, auf den Spuren geheimnisvoller, unbekannter Personen, fehlen diese Infos natürlich den vier Teenagern. Das macht jedoch den Reiz aus. So baut sich das Bild nach und nach auf. Was wird heraus gefunden, wie passt es zu dem, was man schon weiß? Was wird noch passieren? Und warum? 

Fazit: Die Spannung baut sich von Seite 1 an auf und hält sich. Die Figuren und die Umwelt, die persönlichen Geschichten und nachforschenden Abschnitte passen perfekt ineinander. Ein sehr gut gelungener Krimi, der viel Spaß macht zu lesen und wohl noch über viele weitere Bände hinweg Lesefreude bringen wird. 

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