Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension zu "Red Queen" von Victoria Aveyard

Spannend wird hier eine Geschichte erzählt, die Aschenputtel sein könnte - wenn Aschenputtel magische Fähigkeiten hätte und es um eine Revolution ginge. 


Es ist also nur sehr kurz die Geschichte eines Mädchens, das aus der Armut gerettet wird - von einem Prinzen. Denn Mare ist eine starke, junge Frau, die ihren besten Freund davor retten will, zur Armee zu gehen. Gemeinsam wollen sie fliehen, auch wenn darauf die Todesstrafe steht. In der Welt derjenigen, die mit silbernen Blut das Land regieren und rotes Blut einen zum Diener macht, zum Untergebenen, gibt es keinen Ort, an den sie sich wenden können. Doch Mare gibt nicht auf. Bis eine Gruppe Revolutionäre in der Hauptstadt einen Anschlag ausübt und der Tumult ihre Schwester verletzt, bis ein junger, fremder Mann ihr Geld gibt und sie tags darauf im Sommerpalast des Königs eingestellt wird. Sie soll die herrschende Klasse bedienen, während die Brautschau aufgeführt wird. Die Damen müssen ihre tödlichen, zerstörerischen Fähigkeiten vorführen und Mare - sie gerät dazwischen und plötzlich ist sie nicht mehr das Mädchen aus dem Dorf, nicht mehr roten Blutes, darf es nicht sein. Es beginnt ein Spiel von Macht, Kontrolle und Politik zwischen Krone, Familie und Revolution. 


Gekonnt erzählt die Autorin aus Mares Sicht die Ereignisse, ihre Gefühle, ihre Eindrücke. Dadurch wird auch mit ihrem Unwissen gearbeitet und so, wie sie die Welt kennen lernt, so lernt der/die Leserin sie kennen. Es tauchen ein paar Längen auf, doch sind diese minimal. Über die gesamte Länge hinweg kann die Geschichte fesseln und überzeugen. Die Figuren sind plastisch herausgearbeitet und ihre Charaktere klar umrissen. Plottwists, Entdeckungen und Kampfszenen verleihen dem Ganzen noch seine Würze. 

Als Hörbuch funktioniert es gut. Die Sprecherin Amanda Dolan schafft es, Mare und ihren Gedanken eine passende Stimme zu geben, doch auch die anderen Figuren erhalten ihren eigenen Ton, ihren eigenen Sprechrhythmus, der es angenehm macht, doch ganze 12 Stunden zuzuhören und nicht gelangweilt zu sein. 


Fazit: Gut funktionierende Geschichte, die viel Spaß macht und sehr spannend ist. Als Höbruch funktioniert es gut und ist auf alle Fälle etwas tolles fürs Ohr. Ich freue mich auf den nächsten Band! 


Montag, 27. Februar 2017

Rezension zu „Fuchsseele“ von Nicky P. Kiesow

Nach einem holprigen Start und einer tollen Fortsetzung kann Band 3 richtig überzeugen.


May und Ren sind großartige Protagonisten, deren Gedankengespräche witzig und einfühlsam sind und die beiden richtig greifbar werden lässt. Dazu kommt Erebos, den ich wirklich mag (jaja, die bösen Jungs ;P). 

Im letzten Band fiel May in den Fluss und ausgerechnet von dem schwarzen Wolf wird sie gerettet. Zwischen ihnen scheint sich etwas zu entwickeln, doch May ist sich die ganze Zeit bewusst, dass er gefährlich ist und der Feind. Nun sieht sie sich weiteren Problemen gegenüber. Sie muss zu ihrer Schwester, die irgendwo mit dem restlichen Rudel fest sitzt. Und sie ist verletzt. Dennoch könnte das ihre Chance sein, zu fliehen, oder wenigstens eine Nachricht zu hinterlassen?

*ein paar Spoiler murmel*


Jedenfalls (!!) wird es nun richtig spannend und es kommt Action in die Sache. Es gibt Momente zum Schmunzeln, aber auch um zu bibbern und mitzufiebern und dann die Wendung am Ende…oh die ist toll! Ihr wollt sie wissen? Ja, ja? Lest sie doch selber ;D 

Freitag, 24. Februar 2017

Rezension zu „Schneestern - Trean“ von Susanne Ertl

Im ersten Band der Reihe begegnet der/die LerserIn Namila, scheinbar eine Jägerin, doch was sie wirklich ist, das bleibt im Dunklen. Klar ist nur, dass sie eine Freundin verlor und sie von ihr eine Schatulle erhielt, die magisch zu sein scheint. 


Während sie auf einer Mauer hockt und den Verlust verarbeitet, tritt ein Fremder auf sie zu. Sie misstraut ihm, auch wenn er sein Bestes gibt, sie zu überzeugen. 

Die Geschichte wartet mit vielen Geheimnissen auf, die ich an dieser Stelle nicht spoilern will. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und immer wieder baut sich Spannung auf, die sich leider aber nicht halten kann.

Ich konnte die Protagonistin und auch den Protagonisten nicht immer ganz verstehen, fand ein paar Handlungsweisen irritierend und die Gefühle, auf die hier abgezielt werden, kamen erst am Schluss auf. 

Es ist sicher eine nette, kleine Geschichte, doch auch kein Lesemuss. Die Idee ist jedoch toll, die Welt, die sich dahinter verbirgt und daher ist ein Blick hinein sicher lohnenswert - wer weiß, vielleicht berührt euch die Geschichte mehr. 

Mittwoch, 22. Februar 2017

Rezension zu „Everything, Everything“ von Nicola Yoon

Ja, das ist eine süße Geschichte über die Liebe zweier junger Menschen. Aber es ist noch so viel mehr. 


In dieser Geschichte geht es um Freundschaft und Vertrauen, die kleinen Dinge des Lebens und die großen, um Entscheidungen, Ursache und Wirkung, um die Chaos Theorie und die Lebensweisheiten aus Büchern und vor allem um Mut und Liebe, wie sie einen verändern kann - zum Guten, aber auch zum Schlechten. 

Maddy ist krank. Sie war es schon ihr ganzes Leben und wird es immer sein. Damit hat sie sich abgefunden, hat ihre Routine, ihre Freude an Dingen. Sie darf nur nicht an das denken, was draußen ist, an die Welt, die sie verpasst. Und das tut sie nicht. Bis Olly im Haus nebenan einzieht. Er ist ein absoluter Kontrast zu ihr. Und er stellt ihre Welt auf den Kopf. 

Aus der Ich-Erzählung werden Maddys Gedanken perfekt eingefangen. Mit Book Reviews, Zusammenfassungen, Skizzen und Plänen, mit all ihren Gefühlen und Hoffnungen, den Gedanken. Die Aufmachung des Buches ist großartig - auch als eBook. Die Zeichnungen, die Unterhaltungen über IM. Es fühlt sich echt an, so sehr, dass Maddy und Olly Leben eingehaucht bekommen. Und das macht dieses Buch so wunderbar. Man will wissen, wie es weiter geht, was geschieht. Man hofft mit ihnen, leidet mit ihnen, liebt mit ihnen. 

Daher: Zückt die Taschentücher und stellt euch auf eine Achterbahn der Gefühle ein. (Und hoffentlich in der Verfilmung erneut!) 


Rezension zu „Resurrection Inc.“ von Kevon J. Anderson

Dieses Buch ist... Ja, was eigentlich?


Eine Dystopie?
Eine Gesellschaft, fern von unserer, die sich durch Technik übertroffen zu haben scheint, aber keine Cyborgs entstanden in Laboren, sondern sogenannte Diener, Tote, die wieder herum laufen, nur ohne Erinnerung, wartend auf Befehle, die perfekten Arbeitskräfte. 

Eine Utopie?
Eine Gesellschaft, in der Menschen keine körperliche Arbeit leisten müssen, weil es die Diener gibt. Mit dieser neu gewonnen Zeit sollten sie sich der Kunst, Musik, dem Leben zu wenden. Sie hätten sich nur anpassen müssen, an die Technik, das Netz. Doch einige haben es nicht. Die Blaukragen zum Beispiel und so sind Arbeitslose und Aufstände ein Problem, so groß, dass es einer Soldaten-Gilde und Ausgangssperren bedarf.

Eine Religionskritik?
Die Resurrection Inc. kann Tote wieder lebendig machen. Die Soldaten-Gilde sorgt für Ordnung. Und die Neo-Satanisten beten Satan an, sind die neue Religion. Ein Zufluchtsort, der all denen eine Bestimmung gibt, die keine haben, die sich darin flüchten und lieber glauben, als wissen. Doch was, wenn das alles nur Taschenspielertricks sind, ein ausgeklügeltes System und ein Spiel? 

Die Geschichte einer Liebe? 
Denn da ist Danal, der Diener mit den Erinnerungen. Und Julia, die Frau, für die er sein Leben verändert hat. Damals. Davor. Die er sucht und so dringend finden will. Die verloren scheint, aber er gibt nicht auf, kann sie nicht aufgeben, denn ihre Liebe hat seinen Glauben zurück gebracht und seinen Zynismus abgeschwächt. 


Und jetzt habe ich noch nichts über den Chef von Resurrection Inc. gesagt - sehr geheimnisvoll, sehr bekloppt, definitiv Kategorie wahnsinniges Genie. Und über Schnittstellen habe ich auch noch kein Wort verloren - oder das Krematorium. Das heißt: selber lesen!


Aber noch zum Stil: Er ist schnörkellos. Also einfach zu lesen, es geht flüssig dahin, doch an manchen Stellen zieht es sich. Manchmal verhindert die pure Art des Stils, das vollkommene Abtauchen in die Geschichte, etwas fehlt das Gefühl. Dafür ist die Story so außergewöhnlich, dass man trotzdem wissen will, wie es weiter und vor allem zu Ende geht. Bei all den Verflechtungen und Wendungen! 

Dienstag, 21. Februar 2017

Rezension zu „Dein Traum in mir“ von Thalea Storm

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, dann mach Limonade draus. So in etwa könnte ein Motto in diesem Buch lauten. 


Ella ist vollkommen eingespannt in ihren Alltag. Das muss sie auch sein. Keine Ausbildung, nur ein Aushilfsjob und dann opfert sie sich auch noch für ihre Mutter auf, die im Rollstuhl sitzt. Hilfe von ihrem Bruder kann sie auch nicht erwarten. Also ja, ihr Leben ist nicht leicht, weit entfernt davon, und Freiheit kennt sie auch keine, stattdessen bestimmen Pflicht und Schuldbewusstsein ihr Dasein. 

Bis die junge Frau vom Klarträumen hört. Von einer Technik, zumindest in ihren Träumen ihr Sein zu bestimmen. Doch als sie es probiert, da wird plötzlich alles anders. Denn anstatt in ihren Träumen zu fliegen oder Unterwasser atmen zu können, gerät sie in eine Welt, der unseren nicht unähnlich, und trifft dort auf Conrad.

„Perfekt ist nur ein Zustand, eine Empfindung. Alles kann perfekt sein, solange du damit im Reinen bist und es dich glücklich macht.“

An Conrads Seite entspinnt sich ihr Glück und ihre Liebe. Doch ist es wahr? Oder spielt sich alles nur in ihrem Kopf ab, doch nur ein Traum? Und wie sollen sie eine Zukunft haben? 

In einem angenehm lesbaren und plastischen Schreibstil beschreibt die Autorin beide Welten, erschafft dreidimensionale Figuren, die LeserInnen lieben, aber auch hassen können. Es wird traurig, bedrückend, voller Liebe und Freundschaft und ist eine nette, aber auch tiefgründige Geschichte über das Leben und seine (verpassten) Chancen. 

Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension zu „Academy of Shapeshifters - Bärentreue“ von Amber Auburn

Gänsehautfeeling. 
Das beschreibt meinen Eindruck von diesem Band wohl am besten. 


„Sie sind von unserem Blut, egal ob Ferae, Euun, Aves oder Reptii. Sie sind wie wir und wir können nicht zulassen, dass man sie fängt und zerstückelt.“

Jeff hat Lena erzählt, was er weiß, was die AoS wirklich ist, was sie mit denen machen, die gefangen werden. Der Schock sitzt tief in Lena, doch lange kann sie das nicht verarbeiten, denn schon nähern sich Captorn ihrem Versteck und die beiden ungleichen Verbündeten müssen sich auf dem Weg machen. Zu allem Überfluss schneit es auch noch und nicht nur Angst kriecht Lena unter die Haut. Wo sind die anderen und vor allem Noel? Was soll sie tun und wie kann sie ihnen helfen?

Als sie auf Janis trifft, erfährt Lena noch mehr und sie muss erkennen, dass, obwohl sie sich so bemüht hat, alles herauszufinden, das Spiel zu durchschauen, sie doch kaum etwas weiß, dass man sie belogen und hintergangen hat. Dazu die Gefühle für den Wolfsjungen, die sie sich nicht eingestehen will und nicht erklären kann. 

Und da ich nun nur noch Spoiler murmeln kann, ziehe ich hier ein Fazit: Der Schreibstil ist wieder einmal toll zu lesen, flüssig und den Spannungsbogen haltend. Ein paar heftige Wendungen warten auf den/die LeserIn und ich kann euch sagen, ihr werdet staunen! Vom schneebedeckten Wald bis zu den Zellen ist alles dabei.
Und nun heißt es auf den nächsten Band bibbern ;) 

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension zu „Fuchsfluch“ von Nicky P. Kiesow

Nachdem Band 1 dieser Fantasy-Serie mich nicht richtig überzeugen konnte (die Figuren blieben mir weitestgehend fremd und auch der Schreibstil konnte mich nicht fesseln), habe ich der Serie eine zweite Chance gegeben. 


Wieso? Weil die Idee einfach toll ist. Eine Fantasy Welt mit ganz eigener Kultur, in der Menschen in Clans Leben und Schutzgeister anbeten, die die Gestalt von Tieren haben, die zudem ab und zu Menschen erwählen und sich mit ihnen verbinden. 

Nun, wie hat mir Band 2 gefallen, hatte es eine zweite Chance verdient? 
JA auf jeden Fall! 
„Fuchsfluch“ ist angenehm zu lesen und die Figuren werden greifbar. Vor allem May und Ren, selbst ihr Gegenspieler Erebos und ihre Schwester sind keine schablonenartigen Schemen mehr, die genauso gut nicht hätten in der Geschichte sein können. Stattdessen treten sie plastisch hervor und sind voller Leben - und damit ärgert man sich dann auch mit den Protas, man trauert, zittert mit ihnen mit. 

Was soll ich sagen?

Band 2 ist spannend und gibt sehr viele Einblicke in diese Welt. Es lohnt sich also, an dieser Serie dran zu bleiben, denn es endet mit einem Cliffhanger und zumindest ich bin total gespannt, wie es weiter geht :) 

Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension zu „Eternal Darkness“ von J. F. Johns

„This world is about us against them and them against us. There is no in-between.“ 


Eine Welt, in der Menschen Cyborgs erschufen, nur um sich später vor ihrer eigenen Kreation zu fürchten. Eine Welt, in der eine neue Regierung herrscht und ein Zweiklassensystem existiert - die Menschen und die Cyborgs. 

Scarlet erwacht an einem fremden Ort. Ein Junge hat sie geweckt, der ihr bekannt vor kommt, aber sie weiß nicht, warum. Sie versuchen zu fliehen, doch nur sie kann entkommen, total verwirrt, denn das alles macht keinen Sinn. Sie war doch nur im Krankenhaus, also warum jagten diese Menschen sie?

Als sie wenig später von Sams Auto niedergefahren wird, wird deutlich, dass etwas nicht stimmt. Denn sie kann sich selbst heilen und steht einfach wieder auf. Sam und Curtis sind Cyborgs und nehmen sie mit zu sich nach Hause. Dort lernt sie auch Matilda und Eric kennen. Bald schon wird dieses heruntergekommene Haus ihr zu Hause, sie fühlt sich wohl, doch sie muss nach Antworten suchen, nach ihrer Vergangenheit.

Nur nach und nach kann sie sich erinnern, an Bilder, Szenen aus ihrer Vergangenheit und das Bild, das sich hier zusammen setzt, ist erschreckend und birgt viele Gefahren. 

Der Schreibstil ist herrlich zu lesen. Das Englisch geht flüssig von der Hand und hat den Hauch von Poesie inne. Die Figuren sind so herrlich ausgearbeitet, dass sie greifbar hervor treten - jede einzelne von ihnen, egal wie kurz ihr Auftritt ist. Daher macht es großen Spaß, Scarlet zu folgen und mehr Menschen und Cyborgs kennen zu lernen. 

Es gibt Szenen zum Lachen, zum Weinen und einen Hauch von Romantik. Also eine wundervolle Mischung für ein tolles und unterhaltsames Lesevergnügen. 

Montag, 6. Februar 2017

Rezension zu „Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1 - Die vergessenen Akten“ von Andreas Suchanek, Nicole Böhm und Ute Bareiss


Eine Highschool in den 80ern. Es ist Nacht. Still und heimlich schleicht sich eine Gruppe Teenager in die Schule. Sie wollen die Prüfungsfragen stehlen, doch dann kommt alles anders als gedacht und diese eine Nacht wird noch Jahre später die Leben aller Beteiligten beeinflussen. 

Zunächst: Das ist eine Serie, das heißt, in jedem Band wird nur ein kleiner Schritt gegangen, nur nach und nach werden Fragen beantwortet, werden Hinweise gefunden und das sollte man wissen. Wer keine Geheimnisse mag, sollte davon die Finger lassen. ABER wer Geheimnisse und Rätsel liebt, auf Spannung steht und seinen Gefallen findet an total plastisch gestalteten und authentisch wirkenden Figuren, der/die sollte UNBEDINGT seine Sachen packen und aufbrechen nach Barrington Cove! 

Gut 30 Jahre nach dieser schicksalhaften Nacht, begegnen LeserInnen vier Teenagern. Mason, Randy, Olivia und Danielle sind vier sehr unterschiedliche Charaktere. Sie kommen aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft, bringen unterschiedliche Erfahrungen und Ballast mit. Gerade diese Differenzen, die Spannungen zwischen ihnen, macht diese Gruppe sehr interessant und amüsant, ihre Geschichte somit unterhaltsam mitzuverfolgen. (Ich erzähle absichtlich nicht, WIE sie alle zusammen kommen, denn DAS ist einfach zu spannend :D ) 

Nach und nach werden Verbindungen deutlich, zu einem geheimen Grafen, der die Unterwelt in Barrington Cove regiert, zu Drogendealern, Mördern und sogar den Eltern der Teenager. (Auch hier: Die Geschichte ist zu toll aufgebaut, verwoben und geheimnisvoll, als dass ich euch mit näheren Infos spoilern will. Alle Informationen, die man nach und nach bekommt, sind wie kleine "Aha"-Momente.) 

Das Besondere: Die Serie wird von mehreren AutorenInnen geschrieben, doch das fällt gar nicht auf. Der Schreibstil ist durchgehend gut und flüssig zu lesen und baut Spannung auf, die über die Bände gehalten wird. Außerdem wird gekonnt mit Informationen gespielt. Während LeserInnen immer wieder kleine Informationsschnipselchen bekommen, Eindrücke von der besagten Mordnacht, auf den Spuren geheimnisvoller, unbekannter Personen, fehlen diese Infos natürlich den vier Teenagern. Das macht jedoch den Reiz aus. So baut sich das Bild nach und nach auf. Was wird heraus gefunden, wie passt es zu dem, was man schon weiß? Was wird noch passieren? Und warum? 

Fazit: Die Spannung baut sich von Seite 1 an auf und hält sich. Die Figuren und die Umwelt, die persönlichen Geschichten und nachforschenden Abschnitte passen perfekt ineinander. Ein sehr gut gelungener Krimi, der viel Spaß macht zu lesen und wohl noch über viele weitere Bände hinweg Lesefreude bringen wird. 

Freitag, 3. Februar 2017

Rezension zu „Das Erbe der Macht - Silberregen“ von Andreas Suchanek

Ja, auch dieser Band strotzt nur so vor actionreichen Szenen, in denen die Essenzstäbe geschwungen und Zaubersprüche gemurmelt werden. Doch da ist noch mehr - viel mehr!


So….wie mache ich das jetzt ohne zu spoilern?! 
Moment…
Hab’s - denke ich ;P 

LeserInnen verfolgen in „Silberregen“ zwei Handlungsstränge. Zum einen verfolgen sie Jen und Alex auf der Suche nach dem nächsten Splitter. Und hier zeigt sich wieder der Ideenreichtum und die Fantasie, die diese Geschichte hervor gebracht hat. Es wird fantastisch, düster und wunderschön zugleich. 

Das selbe gilt für den zweiten Handlungsstrang, der sich innerhalb des Castillos abspielt und Max in seinem Zentrum hat. Ein mehr als merkwürdiger Psychologe, ein alter Mann mit einem Hund und Fragen nach Schuld, Wut und Vergebung, über die Zukunft und Aufgaben, über Zuteilungen und Feindschaften werden aufgeworfen und auf verschiedene Weisen angegangen. 

Dieser Band wird es schaffen, euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern (bei einem Buch über Magier, was für ein Wortspiel *hust*), ihr werdet in Staunen versetzt und zu Tränen gerührt. 

Warum, wieso, weshalb?


Lest es selbst! Und werdet gefälligst genauso süchtig, dann muss ich nicht alleine auf den nächsten Band warten - was übrigens bei so einem Ende und so einer Vorschau echt fies ist. 

Gesamt sieht das so aus: 



Donnerstag, 2. Februar 2017

Rezension zu „Phönixakademie - Das Manavermächtnis“ von I. Reen Bow

Das Cover ist ein wenig verändert. Sieht dunkler, erwachsener aus, obwohl das Mädchen darauf noch jung ist. Passend, denn auch die Charaktere innerhalb der Geschichte, obwohl kaum Zeit vergangen ist, wirken älter und gleichzeitig gestärkt.


Season 1 endet mit Chest im Gefängnis. Robins Enttäuschung über ihre wahren Eltern und dem Erwachen von Lion. Kurze Zeit später steigt Band 11 und damit Season 2 ein. Und schon die ersten Zeilen fesseln, nehmen einen auf in die Geschichte, führen zurück in die von Magie zerstörten Welt und den Phönixen. 

Gleich zu Beginn wird eine neue Figur vorgestellt. Teres, Aves Cousine, die er noch aus seiner Heimatstadt retten konnte. Eigentlich sollte sie samt seiner überlebenden Geschwister bei den Schrottplatzkindern bleiben, doch die mussten fliehen, aus Angst in irgendwelche Heime gesteckt zu werden. Aber Teres ist kein Mädchen, das untätig herum sitzen will, das aufgibt und den Kopf in den Sand steckt. Ganz im Gegenteil! Farbenreich, plastisch und spannend wird ihre Geschichte erzählt und damit bekommt man als LeserIn sofort ein gutes Bild von ihr - mir gefiel sie sofort! 

So und weil ich euch nicht spoilern will und darf: Lest es! Es ist fantastisch. Der Schreibstil ist wirklich grandios. Ich liebe den Ton, den die Geschichte mittlerweile angenommen hat. Düster, traurig, aber nach wie vor farbenfroh, fröhlich und witzig. Das macht den Reiz aus, denn die Figuren treten im gesamten Gefühlsspektrum auf. 

Und nun doch ein SPOILER


Danke sehr für die unglaublich amüsante Koppelung von Lion und Frederik. Die beiden Jungen sind großartig zusammen, ich freue mich schon, mehr von den beiden gemeinsam zu lesen! 

Gesamt sieht es so aus: 




Mittwoch, 1. Februar 2017

Rezension zu „Das Teufelsgold“ von Andreas Eschbach

Henrik fängt klein an. Er arbeitet für eine Bank und soll einen Vortrag halten, seinen ersten, darüber, wie man Geld anlegt. Als er durch die Stadt streift, findet er sich in einem Antiquariat wieder, wo er ein Buch entdeckt. Es handelt um eine Burg, einen Alchemisten und den Prozess des Goldmachens. Kurzerhand klaut er das Buch und liest es zu Ende. Er weiß nicht, dass es sein ganzes Leben verändern wird. 


Der Prozess des Goldmachens fasziniert ihn, denn an einem Punkt muss der Alchemist selbst sich vergolden, sein Innerstes muss vollkommen werden. Dieser Grundsatz begleitet ihn von nun an. Sich innerlich vergolden, das wird sein Lebensweg, sein Vermarktungsgag. 

Zehn Jahre vergehen, er hat Familie, eine Tochter, macht sich selbstständig. Er vergisst das Buch, bis die Alchemie ihn einholt, bis er sich in einem Abenteuer wiederfindet, auf der Suche nach einer goldenen Rüstung und dem Stein der Weisen. 

Die Idee und die Geschichte sind interessant, der Gedanke dahinter faszinierend. Henrik dagegen ist ein ziemlich unsympathischer Kerl, egozentrisch und unüberlegt. Das macht es schwer, mit ihm mitzufühlen und um ihn zu bangen, wenn es brenzlig wird. 

Die Sprache ist flüssig, aber berührt mich nicht. Sie ist trocken, auch der Leser Mathias Koeberlin spricht eher trocken und ruhig, mit angenehmer Stimme, doch auch hier kommt keine Spannung auf. 

Fazit: Nett, aber kein Lese- bzw. Hörmuss. 

Gesamt sieht das so aus: