Donnerstag, 26. Januar 2017

Rezension zu „Gelöscht - Golden“ von Sabine S. Schneider


Weißer Sand zwischen den Zehen. Salzige Luft, die die Wange streichelt. Das Meer, wohin das Auge reicht. Es ist das Paradies, wunderschön und traumhaft, doch für die Frau, die einmal Anuva war, die einmal Mo war, ist es ein Gefängnis, ihr Gefängnis, aus dem es kein Entkommen gibt. 


Nichts ist mehr übrig von Mo und auch nicht von Anuva. Eine zweite Löschung hat alles in ihr Vernichtet. Sie kann gehen, sprechen, lebt und tut es auch wieder nicht. Und so kommt es, dass in diesem wundervollen Paradies, das sich mit Sonne und Dschungel farbenfroh zeigt, Beklemmung entsteht - und sie ist sogar noch greifbarer, als die Insel. Schon mit den ersten Zeilen schafft es die Autorin, dieses Gefühl hervor zu rufen. Beklemmung, Traurigkeit und Leere. Man fühlt mit dieser Hülle, die man im ersten Band als Mo kennen gelernt hat. 

Zeit ist vergangen. Cailan scheint verändert. Kann sie ihm trauen und woher kommt diese Liebe, die er für sie zu empfinden scheint, wo sie diese doch nicht spürt, nichts darauf erwidern kann? Und liebt er überhaupt sie oder nur eine Erinnerung, die ihr ähnlich sieht?

Der Widerstand arbeitet weiter unter Onmma. Versucht die Refugien zu stürzen. Doch zu welchem Preis und mit welchen Mitteln? Was haben sie mit Mo vor und kann sie ihnen trauen? Wird sie doch nur zum Spielball? Und welche Rolle kommt Aileas zu, mit seiner neuen Technik?

Und zuletzt noch zwei Fragen mit auf dem Weg: Wer bist du, wenn du keine Erinnerung hast? Und wer kannst du sein, wenn du die Erinnerungen vieler in dir trägst, dennoch ohne die Wahrheit zu kennen? 

Fazit: Wundervoll poetisch geschriebene Dystopie, die wieder viele philosophische Fragen behandelt, sie aber nicht beantwortet, sondern dem/r LeserIn die Antworten überlässt. Die Geschichte ist spannend und einnehmend und weiß, wie sie die verschiedensten Gefühle in einem wecken kann. 

Rezension zu „Frost und Payne - Die Schlüsselmacherin“ von Luzia Pfyl

London in der Zeit Queen Viktorias. Ihr Bild hängt in jedem Zimmer. Nebel hängt über der Themse, die Straßen sind eng und überfüllt, als Lydia Frost durch das chinesische Viertel eilt, sie will ein Geschenk abgeben und ist nervös. Wieso? Weil das Geschenk an eine Frau geht, der sie viel verdankt, der sie aber gleichzeitig den Rücken gekehrt hat. Für immer. 


Frost trennte sich von der Organisation der „Dragons“, in der sie als talentierte Diebin arbeitete, um als Privatdetektiven auf eigenen Beinen zu stehen. Sie will Dinge und Menschen finden, weil sie das gut kann und kaum ein Schloss ihr widerstehen kann, die Arbeit übernehmen, die Scotland Yard nicht schafft. Doch der Start ist schwer. Kunden finden nur spärlich den Weg in ihr Büro und das Geld wird langsam knapp. Dann kommt das chinesische Neujahr und es bringt Glück mit sich, denn gleich zwei Aufträge flattern ihr zu. Es ist doch Glück, oder?

Einen Foliant soll sie stehlen. Einfach. Doch etwas geht vor sich. Der/die Leserin erfährt in Ausschnitten mehr, als Frost, doch die Puzzleteile sind zu ungenau, das Bild setzt sich nur langsam zusammen. Die Spannung baut sich auf. 
Gleichzeitig lernt man Payne kennen, den Amerikaner, der wegen seiner Frau nach London kam. Er verfolgt seine eigenen Ziele, wenn er für seinen Arbeitgeber einen Sammler sucht, den man „den Russen“ nennt. Doch auch für ihn wird das Leben gefährlich. Er wollte auf die Spur von jemanden kommen und wurde selbst gefunden. Doch durch wen?
Ein Katz und Maus Spiel. Die zwei Handlungsstränge verweben sich langsam, die Geschichte zieht sich zusammen, bis man das Buch nicht mehr aus den Händen legen will, weil man wissen muss - wie geht es weiter? Wer plant was und warum?

Die Schreibweise trägt zu dieser Spannung bei. Sie ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache passt. Die Bilder sind stimmig und erschaffen eine plastische und lebhafte Welt, die in das Genre Streampunk passt. Die Atmosphäre kommt rüber und zieht einen hinein, hinein in das London des 19. Jh, in dem Maschinen sich in den Boden graben und Luftschiffe über der Stadt kreisen und manche Herzen mit einem Schlüssel aufgezogen werden müssen. 


Mittwoch, 25. Januar 2017

Rezension zu „Die Hauptstadt des Sex - Geschichte und Geschichten aus Wien“ von Michaela Lindinger

Wie kann ein Buch über das Thema Sexualität und Geschlecht besser beginnen, als mit Conchita Wurst? Die bärtige Sängerin, die mutig voran geschritten ist und Cross-Dressing und Transgender als Themen groß in die Medien gebracht hat. 


Von dort geht es zurück. Zurück zu anderen bärtigen Frauen in Wien, bis hin zum Mittelalter. Dann beginnt sich die Geschichte chronologisch aufzubauen. Geschickt verflechten sich nun Beispiele aus Kunst und Literatur, aus dem Stadtbild, echten Adressen und Geschichten. Briefe, Berichte von damals, bekannte Persönlichkeiten. So baut die Autorin Spannung auf - nicht, weil man nicht weiß, was passiert, sondern weil "hard facts" geschickt durch die flüssigen Geschichten über bekannte Namen und pikante Details umfasst werden. Keine Zahlen, die nicht dazu gehören und alleine für sich stehen, sondern verbunden werden mit Gesetzeserlässen Joseph II. und seinen eigenen Vorlieben. 


Zudem ist die Sprache flüssig und gut zu lesen. Die Bilder funktionieren und wirken plastisch und lebendig. Das Buch ist keine trockene Abhandlung, sondern lesenswert und unterhaltsam, gleichzeitig aber auch informativ und gibt einen tollen Überblick und Einblick in die Materie. Von Sexualpraktiken, Gesetzen, Kleidung, Prostitution, Geschlechterrollen und Homosexualität. 

Dienstag, 24. Januar 2017

Rezension zu „Ausgelöscht - Smoky Barretts 4. Fall“ von Cody McFadyen

Agentin Barrett hat viel erlebt, anders kann man die letzten 3 Fälle nicht besser zusammen fassen. Gerade das erlebte, ihre Erfahrung, macht sie zu so einer faszinierenden Protagonistin. 


Was ich immer sehr an diesen Büchern mag, ist die Verschränkung von privaten und fallbezogenen Informationen. Da ist Smokys Familie, ihre Freunde, da sind die anderen Teammitglieder, deren Privatleben wir mitbekommen und sie werden zu Menschen, deren Wünsche und Träume wir erahnen können. Sie sind greifbar und wir fiebern mit ihnen genau deswegen mit. 

Der Ton, in dem Smoky erzählt, hat etwas Poetisches und Malerisches. Es wird viel mit Metaphorik gearbeitet. Gleichzeitig ist sie aber genau und ihre Sprechweise hart. Sie hat eine innere und eine äußere Stimme. Und die Wirkung stimmt. Smoky reflektiert oft über sich selbst und ihre Umgebung - mir persönlich gefielen diese Szenen sehr gut. 

Während die Sprache absolut fantastisch ist, die Übersetzung also geglückt scheint (ich kenne nicht das englische Original, finde aber, dass es sich auf Deutsch sehr gut lesen lässt), muss ich leider sagen, dass sich viele Fehler hinein geschlichen haben. Da fehlen Verben, dann steht an anderer Stelle "mich" statt "mir" und auch Rechtschreibfehler lassen sich finden. Natürlich können 1 oder 2 Fehler passieren, aber für ein Buch aus einem großen Verlag sind es leider einige. 

Doch das tut der Geschichte selbst keinen Abbruch! Ohne zu spoilern so viel: Der neue Verbrecher hat es in sich. Und der Fall wird das Team an seine Grenzen führen. Ganz viele Neuerungen warten auf Smoky. Ich habe mitgefiebert, getrauert, Beklemmung empfunden und gejubelt. 

Außerdem: Ich habe unabsichtlich das dritte Buch ausgelassen, hatte aber kein Problem, den Anschluss zu finden. Also schätze ich, kann man zu jeder Zeit in die Smoky Barrett Bücher einsteigen. Sie lohnen sich auf jeden Fall! 

Samstag, 21. Januar 2017

Rezension zu „Im Bann der Elemente - Das Bündnis der Druiden“ von Dominique Bellwon

Eine Welt, die sich Menschen und Elementare teilen. Ein Cirkel, der die Macht übernommen hat und Experimente an Kindern betreibt. Ein Krieg kündigt sich an, scheint unweigerlich, doch…


Die Autorin erschafft hier eine große Welt, mit eigener Sprache, Politik, Dörfern und Städten, dunklen Wäldern und unruhigen Gewässern. Sie nimmt sich die Zeit, den/die LerserIn in diese Welt zu entführen und sie in bunten Farben, samt dunkler Schatten und versteckter Winkel vorzustellen. 

Und so, wie die Welt greifbar wird, so sind die Figuren darin plastisch und nachvollziehbar. Yarim, der Protagonist, ist ein kleiner Junge, als man ihm das erste Mal begegnet, doch das Schicksal zwingt ihn zu wachsen. Als Halbelementar muss er seine Kräfte verstehen und sie einsetzen lernen. Auf seinem Weg begleiten ihn Figuren, die nach und nach ihre Geschichte erzählen und an denen man hängt, wie am Protagonisten selber, mit all ihren Macken und Eigenheiten.

Die Geschichte führt in verschiedene Orte, zu verschiedenen Problemen, die erst gelöst und überwunden werden wollen. So gestaltet die Autorin ein fantastisches Abenteuer, in dem es viele gefährliche Situationen, viele Geheimnisse, aber auch schöne Augenblicke gibt - und das ist erst der Anfang!

Mir haben die Kampfszenen am besten gefallen. Sie waren sehr gut beschrieben und machten richtig große Lust, sie zu lesen. 

An sich war die Sprache gut und flüssig zu lesen. Die Dialoge hatten nichts Geschwollenes und passten gut zu den einzelnen Figuren. Außerdem besitzen die Elementare eine eigene Sprache und das finde ich, ist durchaus erwähnenswert. 

Manko: Manchmal entstehen Längen, durch die man lesen muss, bevor es wieder spannend weiter geht. 


Ansonsten: Gute High-Fantasy mit Magie, Elementaren, Druiden und bösen Machenschaften. 

Gesamt sieht es so aus: 


Freitag, 20. Januar 2017

Rezension zu "Die Seiten der Welt - Nachtland" von Kai Meyer

Im ersten Teil ging es noch um eine recht einfache Geschichte: Das Familienhaus wird angegriffen, der Vater tot, Furia die einzige, die ihren Bruder retten kann. 
Doch was im ersten Band begann, weitet sich nun aus, wird größer, politischer und düsterer. 


Der Widerstand hat sich in Furias zu Hause angesiedelt. Das Tal und das große Herrenhaus sind voller Leben, aber in Sicherheit sind sie deswegen noch nicht. Es gilt immer noch die Akademie zu stürzen und die Freunde, allen voran Finian, Summerbell und Cat, glauben sich einen großen Schritt näher an diesem Ziel - doch was sie lange geplant haben, stellt sich als doppeltes Spiel heraus, das die Freunde zu zerreissen droht.

Die Welt wird größer. Neue Refugien. Eine Reise nach Deutschland. Nicht nur sprechende Lampen und Sessel, sondern auch noch ein Schloss? Es wird bunt, unglaublich witzig und schlagfertig, aber auch düster und bedrohlich. Plötzlich spielen politische Intrigen und Machtkämpfe einer Familie eine Rolle. Aber auch die verblassen im Angesicht einer Bedrohung, der selbst die Akademie nichts entgegen zusetzen zu haben scheint. 

Erneut wundervoll gelesen von Simon Jäger, der es geschafft hat, mich zum Lachen zu bringen, mich zu Tränen zu rühren und selbst längere Passagen, in denen Hintergrundinformationen geliefert werden, wenn es sich vielleicht beim Lesen etwas ziehen würde, sind spannend und interessant. 

Und ohne zu Spoilern: Was ist das für ein Ende?? So viele Fragen, so...so....ah ich muss wissen, wie es aus geht! :D 

Montag, 16. Januar 2017

Montagsfrage

Heute ist es wieder so weit: Die Montagsfrage von Buchfresserchen ist online und ich versuche mich mal an einer Antwort :D 


Die Frage: Fühlst du dich hin und wieder von deinem SUB gestresst oder gefällt es dir immer viel Auswahl da zu haben?


Mein SuB ist relativ klein - also 20 Bücher oder so. Das ist doch klein, oder?! Und es sind nur 20, wenn ich die eBooks nicht mitzähle....hm....lassen wir das xD 

Ich liebe es, dass ich immer weiß, nie auf ein Buch verzichten zu müssen, andererseits schränkt es mich im Buch-Kauf ein, da ich nicht alle Bücher kaufen kann, die neu erscheinen, weil ich dann ein schlechtes Gewissen bekommen würde. Denn die Bücher, die erwartungsvoll zu Hause herum stehen, wollen ja auch irgendwann gelesen und geliebt werden. 

Es ist also eine beständige Zwickmühle, die ich aber gerne in Kauf nehme. Sind wir mal ehrlich, ich kann auf den Buchkauf nicht ganz verzichten :D 

Wie sieht es bei euch aus? 

Samstag, 14. Januar 2017

Rezension zu „Gelöscht - White“ von Sabina S. Schneider

Fern ab von Mainstream lässt sich diese Dystopie verorten. Ein wenig erinnert sie an George Orwell und Big Brother, ein wenig an eine philosophische Abhandlung. 


Gibt es das, einen Neuanfang? Kann man eine Taste drücken, alle Erinnerungen an das vorige Leben auslöschen und von Neuem beginnen? Und wenn ja, ist das Fluch oder Segen? 

Die Protagonistin erwacht und weiß nicht, wer sie ist, wo sie ist und warum. Da ist nichts, sie ist wie ein leeres Papier, bereit beschrieben zu werden und in dieser Welt, in der sie landet, soll genau das geschehen. Sie bekommt Unterricht, darf lernen, was sie will, von Stricken bis zu Ethik ist alles dabei. Es sei eine große Chance, wird ihr gesagt. Sie hätte sich dazu entschieden, heißt es. 
Aber sie ist anders, als die anderen, die mit leerem, apathischen Blick in die Welt sehen und doch nichts erkennen. Doch will sie das sein? Ist es nicht besser, in der Gemeinschaft aufzugehen? Die Protagonistin glaubt daran. Denn sind die Grundsätze dieser Gesellschaft nicht wunderbar? 

„Ich spreche die Wahrheit.
Ich helfe mit Freuden.
Ich bin bescheiden. 
Ich liebe alle.
Ich teile, was ich besitze.
Ich arbeite hart.
Ich vergebe.
Ich bin wir.“

Aber dieses Paradies bekommt Risse und was sie als Wahrheit dachte, stellt sich als Lüge heraus. 

Auf ihrem Weg stellt sich die Protagonistin viele essenzielle Fragen, die den Grund des Menschseins berühren. Und mit ihr fragt man sich auch als LeserIn. 

Gleichzeitig ist die Geschichte aber spannend und verwickelt. Die Seiten verschwimmen. Gut wird zu Böse und umgekehrt. Die Sprache ist einnehmend, passt zu den Szenen und erweckt die Figuren und ihre gläserne Welt zum Leben. 

Gesamt sieht das so aus: 


Donnerstag, 12. Januar 2017

Montagsfrage

Ahh und auch da steige ich wieder ein :) 
Was für eine tolle Frage am Anfang des Jahres und gleich so fies, alle Achtung, Buchfresserchen xD


Die FrageHast du dir schonmal vorgenommen (und es geschafft) länger kein Buch zu kaufen?


Uhm....*hust*....joaaa??
Also ja, ich habe es schon mal versucht - eigentlich versuche ich es gerade. Eigentlich versuche ich es seit ein paar Monaten - nur dass ich seitdem 2 Print-Bücher und diverse eBooks gekauft habe...aber eBooks gelten nicht, oder? Ich meine, die stehen doch nicht im Regal und brauchen keinen Platz. Und nur ich weiß, dass sie da sind und das muss ich ja niemanden auf die Nase binden, also weiß es keiner, also sind sie nicht da - klappt also ganz wunderbar ;D 
Ausreden finden - kann ich ;P 

Freitagsfrage

Bevor der nächste Freitag beginnt, setze ich mich hin und nehme wieder an den tollen Fragetagen (jö das Wort!) teil :D 


Wölkchens Bücherwelt hat sich wieder zwei tolle Fragen am letzten Freitag ausgedacht und ich wollte die Chance auf keinen Fall verpassen, mitzumachen! 


Die Bücherfrage: 
Was hälst du von Challenges rund ums Buch? (ABC-Challenge usw.)
Nimmst du selbst an welchen teil?
Falls ja an welchen?

Lustig, dass gerade jetzt diese Frage kommt. Letztes Jahr hätte ich noch gesagt: Noch nie gemacht, wieso auch, pfft!
Aber jetzt...
Gerade mache ich an 2 Challenges teil. 
#17für2017, die ich toll finde, weil ich sie zum SuB-Abbau nutze. 
Und die Lesechallenge vom Papierverzierer Verlag, bei der man durch die Anfangsbuchstaben der gelesenen Bücher den Verlagsnamen bilden muss. 

(Link zu meiner Challenge-Seite lasse ich > hier <

Die private Frage: 
Welches ist dein liebstes Filmgenre und warum?

Uhm....Fantasy und Horror. 
Fantasy, weil ich die Geschichten liebe und das Setting, wenn Drachen fliegen und alles aus der Technik heraus geholt wird. 
Horror, weil ich mich wahnsinnig gerne grusele und die Spannung liebe! (Auch wenn ich dann Tage lang nicht ohne Licht auch nur einen Zentimeter herum laufe.) ;P 

Samstag, 7. Januar 2017

Rezension zu „Heiße Liebe - kalter Tod“ von Pia Hepke

Diese Märchenadaption ist perfekt für kalte Tage, beschreibt das Setting perfekt in Worten, vom glitzernden Schnee bis zum pfeifenden Wind und den dunklen, kalten Tagen. Gleichzeitig wärmt sie auch, denn die Geschichte, die sich hier entfaltet, ist süß und bunt und unglaublich schön. 


Die Autorin schafft es schon in den ersten Zeilen ein Gefühl aufzubauen. Man merkt sofort: Das ist ein Märchen. Doch die wörtliche Rede ist etwas moderne, so wirken die Gespräche nicht gestelzt, sondern fügen sich flüssig ein. Gleichzeitig schafft sie eine ganz wunderbare Welt, die in unserer Realität verankert ist, aber mit dem Touch von Magie. 

Wenn der Schnee fällt und der Winter kommt, dann fühlt sich Elsa am wohlsten. Sie liebt den Winter und wie kann es da anders sein, genau in dieser Jahreszeit trifft sie einen seltsamen Jungen auf einem zugefrorenen See. Dass er aber nicht nur seltsam, sondern mehr als außergewöhnlich ist, das merkt sie schnell. Zwischen den beiden entspinnt sich eine wunderschöne Beziehung, die ganz feine Fäden spinnt und sie verbindet. 
Sie sind jung, das merkt man vor allem an Elsa, sie wissen noch nicht, wohin es geht und dennoch ist das Mädchen bereit, alles zu geben, um diese Beziehung zu retten, den Jungen zu retten. 
Auch wenn sie Kälte und Eis, dem Tod selbst trotzen muss und dafür weit von zu Hause weg geht. 

Zunächst entwickelt sich das Märchen als süße Geschichte, doch bald wird sie dem spannenden Cover mehr als gerecht, wird düster, spannend, wartet mit Reisen und Kämpfen und Plottwists auf. 


Fazit also? Spannend, schön geschrieben und absolut lesenswert. 

Rezension zu „Academy of Shapeshifters - Goldprinz“ von Amber Auburn

Was für ein Band! 


Die Spiele gehen weiter, die anderen Camps werden aufgesucht und schlussendlich steht das Finale bei den Ferea im Camp statt. 
Doch was alles neben den Spielen passiert - und ich kann eich nichts davon erzählen, dann das wären alles MAJOR SPOILERS! 

Das heißt, was schreibe ich denn jetzt? 
Okay, also die Schreibweise ist wieder angenehm zu lesen, sehr flüssig und ich habe das Gefühl, dass es immer besser wird, gerade bei der Beschreibung der Orte und Figuren, die darin auftreten, ist doch alles sehr plastisch und phantasievoll. Das macht beim Lesen natürlich richtig viel Spaß. 
Die Charaktere entwickeln sich auch ganz gut. Einiges wird aufgeklärt und somit werden ein paar Handlungsweisen klarer, auch wenn ich Janis nicht ganz verstehe - aber wer meine Rezensionen zu den anderen Bändern kennt, weiß, dass ich kein Fan von ihm bin. 

Gleichzeitig wird die ganze Geschichte eindeutig düsterer und der „Teenager befinden sich in einem Camp und machen Teenager Kram“ Abschnitt ist sowas von vorbei! 

Und jetzt kann ich nichts mehr sagen, ohne zu spoilern, daher: Lest das Buch, lest die Reihe - sie macht Spaß, ist spannend und da kommt sicher noch was Großes auf uns zu! 







Donnerstag, 5. Januar 2017

Rezension zu „Phönixakademie - Machtlos“ von I. Reen Bow

Düster, so lässt sich der letzte Band der ersten Season wohl gut beschreiben. 


Robins lang ersehntes Treffen mit ihren Eltern steht endlich an, an ihrer Seite Frederik und Berrys Mutter Feria. Währenddessen befindet sich Berry in der Akademie, bewacht und im Dienste von Mr. Gettson. 

Nichts ist, wie es scheint, und was doch so ist, das ist sogar noch schlimmer. Viele Fragen werden beantwortet. Man lernt Robins Familie kennen und Hintergründe zum Renaissance-Projekt. Gleichzeitig werden neue Handlungsstränge eröffnet, Figuren werden in Position gebracht, aus der sie im nächsten Teil starten werden.

Nicht nur Robin muss eine Entscheidung treffen und mir gefiel der Ton der Geschichte. Ja, sie wird düsterer, die bunte, farbenfrohe Welt voller Magie und Phönixe wirkt so viel bedrohlicher, denn das Böse hat ein Gesicht und schreitet zur Tat, doch gleichzeitig beginnen Hoffnungsschimmer aufzuscheinen - bleibt abzuwarten, ob sie siegen werden! 

Einige Figuren kamen gar nicht vor, höchstens wurde über sie gesprochen, auch das dürfte viele spannende, kommende Szenen versprechen. 


Tolle Halbzeit! Absolut lesenswert! 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Rezension zu „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer

Bereits der Anfang zieht mich vollständig in die Geschichte. Der Geruch nach Büchern steigt mir in die Nase, so plastisch ist alles beschrieben. Ich sehe die Bibliothek vor mir und Furia, wie sie einen Band aus dem Regal zieht, versteckt von ihrem Vater. 

Die Welt, die sich in dieser Geschichte entspinnt, dreht sich um Bücher, über Magie, die Bibliomanten damit wirken können. Figuren aus berühmten Büchern wandeln in dieser Welt, in Gettos und im Untergrund. 

Geheime Machenschaften ziehen sich durch diese geheime Welt, die vor normalen Menschen verborgen wird. Bücher, die alle Magie zerstören könnte. Ein dunkles Erbe. Ein Junge aus der Vergangenheit und eine verschmähte Liebe.

Die Figuren sind greifbar und bunt, wie die gesamte Welt, in der sie sich bewegen. Von humoristischen Sidekicks bis hin zu den Antagonisten.  

Gelesen wird es von Simon Jäger. Er hat für jede Figur eine eigene Stimme. Von der Lampe mit Dialekt bis zur gebrechlichen Stimme eines alten Mannes. So gestaltet er die Geschichte lebhaft und spannend. Gleichzeitig musste ich sehr oft schmunzeln, sogar lachen. 


Fazit: Eine sehr gelungene, wunderschöne Geschichte mit großartigen Bildern und Ideen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen! 

Dienstag, 3. Januar 2017

Rezension zu „Die Chroniken der Seelenwächter - Spiel mit dem Feuer“ von Nicole Böhm

Will wird von seinem Bruder festgehalten. Hinter dem der mysteriöse Meister steckt und zusammen mit den Schattendämonen irgendetwas plant. Dass er ein Netz gespannt hat, das sehr viel weiter reicht, als irgendwer sich zu denken getraut hat, wird erst viel zu spät klar. 


Gleichzeitig trifft Jay auf Keira, die geheimnisvolle Frau, die seinen Weg bereits einige Male kreuzte und sogar ihm und Akil die Stirn bieten konnte. Was hat es mit ihr auf sich? Feind, Freund, Opfer oder Täter? Und was hat sie mit Coco zu tun?

In gekonnter und bekannter Manier erwarten LeserInnen spannende Kämpfe, ausgeklügelte Missionen und schlagfertige Dialoge. 


Es geht spannend voran. Das Ende ist mitten drin, alles ist in der Schwebe - das ist richtig fies! Aber diese Reihe macht Spaß und sorgt für richtiges Herzklopfen. So viele wunderbare Figuren und gerade sieht es gar nicht gut für sie aus.