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Rezension zu „Phönixakademie - Flammentanz“ von I. Reen Bow

„Der Puppenspieler“, sagte er. „Du kennst ihn. Er spielt mit uns allen. Er durchschaut jeden Trick. Aber auch er hat Schwachstellen.“ 


Okay, ich gebe zu, der letzte Funke und dieser hier haben mich nicht vom Hocker gerissen. Was in Funke 17 bereits durchscheint, zieht sich weiter in Funke 18 - nein, ich meine nicht die Romantik, die ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen kann.

Was mir etwas das Lesevergnügen genommen hat, ist, dass sehr viele spannende Szenen *SPOILER-ALERT* wie der Tod von Clodes Mutter oder auch die Zerstörung mancher Städte, die Revolten der Bürger nur erzählt werden, anstatt sie zu beschreiben. All das, was sehr spannend und nervenaufreibend scheint, wird nur den Charakteren erzählt und zusammengefasst. Es berührt dadurch wenig und ist beinahe schon wieder vergessen. An sich scheint es mir, als wäre sehr viel Handlung in sehr wenig Raum gepresst worden. Im einen Moment ziehen zwei Figuren los, um Annie zu retten, im nächsten heißt es, sie kommen da nicht hin und müssten einen anderen Weg finden. Am Ende retten andere Annie und im nächsten Kapitel sitzen dann doch alle gemeinsam zusammen. Was ist da dazwischen passiert? Wie kamen sie da raus, wo haben sie sich getroffen, wie haben sie sich verständigt? All diese Fragen bleiben offen. So gehetzt geht es scheinbar weiter. Dass dann aber die Dekoration des Balles und die Beschreibung der Ballkleider so viel Platz einnimmt, auch die Erinnerungen, die danach eigentlich keine Bedeutung für die Handlung mehr spielt, einer Figur hätte mich mehr interessiert, wenn andere Aspekte ebenfalls ausgeführt worden wären. 


Daher ist das, obwohl ich diese Serie liebe, für mich der schwächste und enttäuschendste Teil - und das zu schreiben tut mir wirklich sehr leid!

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