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Rezension zu „Die Grimm Chroniken - Die Apfelprinzessin“ von Maya Shepherd

Was, wenn die Geschichten, die wir uns erzählen, viel realer sind, als wir glauben? Was, wenn die Rollen vertauscht wurden und die Bösen plötzlich die guten sind? Was, wenn die Welt untergehen könnte, wenn die schlafende Prinzessin nicht aufgehalten wird? 


„Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Jacob und Wilhelm in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte. Es ist meine Geschichte.“ 

Auf gekonnte Weise verbindet die Autorin reale Orte mit fiktiven Erzählungen. Sie schafft es, einen märchenhaften Ton zu treffen und gleichzeitig Gänsehaut zu erzeugen, da es doch auch schaurig wird. Ihre drei jungen Protagonisten Will, Maggy und Joe sind eine interessante Gruppe, deren unterschiedliche Charakterzüge sicherlich noch weiter zum Tragen kommen und die Spannung in der Gruppe ausmachen - aber auch ihren Vorteil bilden. Doch nicht nur den dreien folgen wir als LeserInnen im Jahr 2012 erst in eine Psychiatrie und schließlich auf einen verlassenen Bahnhof, sondern eine weitere Figur erzählt ihre Geschichte, die wie ein Märchen beginnt, doch der Prolog macht klar, irgendwann werden wir erfahren, was geschehen musste, dass es so weit kam. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. 


Der erste Teil macht eine tolle Einführung in die Welt und etabliert die Figuren. Gleichzeitig wirft er genug Fragen auf, sodass man weiterlesen will, um zu erfahren, was da eigentlich los ist. Er selbst ist nun nicht spannungsgeladen, dafür aber hat er seine schaurigen und faszinierenden Momente, die das Lesen beflügeln - man kommt wirklich schnell durch diesen Band! 

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