Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu „Schmetterlingsatem" von May B. Aweley

Bei dieser Kurzgeschichte handelt es sich um den Anfang eines Thrillers, leider ist dieser Anfang bzw. die Vorgeschichte wenig aufregend. 


Eine Berliner Autorin in ihren 40ern fliegt zum FBI, sie wurde eingeladen, denn sie schreibt über eine Einheit des BAU - als absoluter Criminal Minds Fan dachte ich, das könnte total meine Story sein. Dort wütet ein Serienkiller, der auch noch auf sie aufmerksam wird. Man bekommt sowohl Einblick in die Gedanken des Killers, als auch der Autorin. 

Doch: Der Stil ist so nahe an der Alltagssprache, teilweise eigentlich durchgehend wörtliche Rede aus dem Gedankenpool der zwei Figuren, dass kein schöner Lesefluss entstehen konnte. Auch störte mich, dass das Ganze zwar in Amerika spielt, die Figuren also sehr wahrscheinlich Englisch sprechen, aber dann plötzlich die Rede davon ist, dass sie sich Duzen. Vielleicht ist das eigenartig, sich darüber zu mokieren, aber solche Details rissen mich aus der Story. 


Ich konnte auch mit der Protagonistin nicht richtig warm werden, wodurch ich als Fazit eigentlich nur ziehe: Ich werde den Thriller wohl eher nicht lesen. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu „Archon“ von Felix A. Münter

Reale, trockene Figuren, die mit Pragmatismus und Fachwissen an ihre Aufgabe gehen. Welche das ist? Sie sind die geheimste Abteilung der ESA, sie untersuchen die Phänomene auf unserer Welt auf der Suche nach dem Beweis, dass es mehr gibt, dass wir nicht alleine sind.
In Montenegro taucht ein geheimnisvoller Mann auf. Geschwüre auf seiner Haut. Eine eigenartige Kugel in der Hand. Als er schließlich nach Deutschland gelangt, zusammen bricht und die Mutationen voran schreiten, wird die Truppe um Michael Hoth gerufen und eine Reise startet damit. Zunächst nach Koblenz, dann, nach einem Eintauchen in die Bürokratie, geht es nach Montenegro und zu dem Ort, wo alles vor sich ging. Was sie finden? Ungeheuerliches! 
Detailliert wird das ganze Geschehen beschrieben. Von den Vorgängen in der Organisation bis hin zu den abenteuerlichen Situationen, die zu meistern sind. Besonders schön und plastisch wird die Umgebung gestaltet, sodass man meint, regelrecht eintreten zu können. Die Truppe um Hoth un…

Rezension zu „Juli im Winter“ von A. L. Kahnau

Es war ein Neuanfang. Eine neue Schule, ein Internat, ein neues Ich. Juli wollte alles besser machen, auch sich selbst. Doch egal, wie perfekt sie versucht zu sein, egal, was sie dachte, erreicht zu haben, alles ändert sich in diesem Schuljahr. Eine neue Schülerin bringt das fragile Gleichgewicht ihres Lebens ins Wanken. 


Alles hätte großartig laufen sollen. Juli kehrt aus den Ferien zurück, schließt ihre beste Freundin in die Arme und der Junge, in den sie sich verguckt hat, ist nett zu ihr, vielleicht gehen sie zusammen auf den kommenden Ball. Doch dann muss Juli herausfinden, dass sie ihr altes Leben nicht zurücklassen konnte, dass Mobbing überall passieren kann, auch hier, auch ihr, der neuen Juli. Plötzlich ist es wie früher, mit einem Mal sind ihre Freunde nicht mehr ihre Freunde, stattdessen tuscheln sie hinter ihrem Rücken über sie. Wer wird ihr beistehen? Wird sie ihr Schweigen brechen?
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, gleichzeitig schafft es die Autorin, ein b…

Rezension zu „Fabel-Haft“ von Sara Metz

Sieben Fabeltiere rauben eine Bank aus. Fremde, jeder für sich hat seine eigenen Geheimnisse, seine Gründe - doch keiner ist Herr über die missliche Lage, denn jemand anderer hält die Zügel in der Hand. Ein Mord. Eine junge Frau wird aufgefunden. Der Täter unbekannt. Detektivin Lament steht vor einem Rätsel und dann erhält sie auch noch geheimnisvolle Postkarten mit Gedichten passend zu den Fabel-Tieren. 

Hängt das alles zusammen? Und wenn ja, wie? 
Ein psychologischer Krimi, der nicht so sehe auf Action setzt, sondern auf das Seelenleben der sieben Fabeltiere. Schuld und Sühne und all die Spuren, die das Leben hinterlässt sind der Antrieb der Bankräuber. Doch für wen wird es gut ausgehen und wer wird aus diesem geheimnisvollen Spiel frühzeitig ausscheiden? 
Mir gefiel die Idee des Buches sehr gut. Ein Krimi, der alles zu bieten hatte, was man sich wünschen konnte: Bankraub, Spießgesellen, mürrische Polizisten und engagierte Detektive, geheimnisvolle Hintermänner und ein Mörder auf der F…