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Rezension zu „Vita“ von Felix A. Münter

„Der Fortschritt fragt niemals. Er ist einfach immer in Bewegung.“


In Blackwater könnte alles perfekt laufen. Denn eine Substanz namens Vita hat den Fortschritt in die Stadt gebracht und macht das Land zu einem der stärksten der Welt. Doch dann geht eine Schiffsladung der geheimen Substanz verloren und das Gleichgewicht zeigt sich als viel fragiler, als erwartet. 

Alexander McRoy ist Friedenswächter in Blackwater und für die Ordnung zuständig, doch als Gewerkschaften zum Streit aufrufen und eine geheime Untergrundorganisation Verbrechen begeht, beginnt sich sein Leben von Grund auf zu ändern. 

Geschickt untersucht dieses Buch die Abgründe der Gesellschaft und die Veränderungen, die durch äußere Umstände ausgelöst werden. Was rechtfertigt Unterdrückung und welche Opfer dürfen für den Fortschritt erbracht werden? So gesehen wird dieses Buch auch eine interessante Gesellschaftsstudie, die einige Parallelen zur Realität aufweist. 

Dazu kommt der klare, trockene Schreibstil, der sehr genau Umgebung und Charaktere einzufangen weiß. Aber wer einen Münter schon gelesen hat, der weiß das längst. Sehr überzeugend waren auch die Dialoge und ein wirklich schlagendes Argument für das Buch sind die unglaublichen Wendungen, die man einfach nicht erwartet hat, und einen staunen lassen. 


„Sie haben diese Welt zu einem Schlachthaus gemacht.“

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