Dienstag, 3. März 2015

Eine Geschichte voller Mut, Liebe und Grausamkeit. Spannend und mitreißend - Rezension zu "An dir zerbrochen" von Laurie Millan

Inhalt:
Mia ist mit Marc zusammen, doch dann trifft sie Kai und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Die große Liebe, oder doch nicht? Sie verliert ihre Erinnerungen, plötzlich fehlen ihr drei Jahre ihres Lebens und Mia muss sich auf die kräftezehrende Suche nach ihren Erinnerungen machen. 
Schnell wird klar, dass Kai nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Mia muss kämpfen, um mit Kai abzuschließen, um die Beziehung mit ihm endlich zu beenden. Doch egal wie viele Jahre vergehen, Kai scheint sie zu verfolgen. 

Was hat mir gefallen?
Die Sprache ist angenehm zu lesen. Man kommt schnell durch, es gibt keine Sätze, in denen man stolpert und sie unterstützt die Gefühle und das Geschehen. 
Mia, Marc und Kai sind plastische Figuren. Sie haben Charakter, ihre Stärken und Schwächen, sind dreidimensional und greifbar. Ihre Geschichte ist spannend, nervenaufreibend und traurig. 
Mir gefielen auch sehr gut die Erinnerungsfetzen, über die man sowohl Mac und Mias, als auch Kai und Mias Beziehung besser verstehen lernt. Es gibt nicht nur schlechte Erinnerungen, das macht es so viel schwerer. 

Was hat mir nicht gefallen?
An manchen Stellen waren mir die Liebesbekundungen, die Dialoge etwas zu schmalzig, doch das ist Geschmackssache und bei weiterer Überlegung, wenn man die Ereignisse, die Mia und Marc durchmachen, betrachtet, sind wohl überschwängliche Liebesbekundungen verständlich. 

Fazit:
Lesen!
Die Geschichte ist an manchen Stellen süß, traurig, man kann sich aufregen, mitfiebern, greift sich an den Kopf, ist traurig und verliert doch nicht die Hoffnung, 
Mia hat so viel durchgemacht, aber sie geht weiter. Obwohl jemand sie brechen wollte, sie zerstören wollte, geht sie weiter, kämpft weiter und versucht all die zu beschützen, die sie liebt. 
Eine wunderbare Geschichte, die die Autorin mit ihren Lesern teilt. Eine Geschichte voller Mut und Liebe, trotz all der Grausamkeit. 
Deswegen also: lesen, eintauchen und Mia, Marc und Kai kennen lernen!

Montag, 2. März 2015

Kampf der Elemente mit starken Nebencharakteren - Rezension zu "Das Feuermädchen" von Martina Fussel

Um was geht es?
Shaani ist eine Jiri, aber kann keine Erde bändigen. Sie hat rotes Haar und blaue Augen und dann trifft sie auf Faro und ihr Leben beginnt sich zu verändern. Der Amare kommt in ihr Dorf und sie lernt endlich sich selbst kennen. Die Liebe zu ihm gibt ihr Kraft, doch sie hat noch mehr Fragen und zieht mit ihren Freunden los, um sie endlich beantworten zu können.

Was hat mir gefallen?
Die Welt ist kreativ gestaltet. Die Namen, Länder und Städte passen gut zusammen und man kann sich gut die Umgebung und das Setting vorstellen. 
Die Nebencharaktere und ihre Beziehung zueinander, die Spannung, die sich aus der Feindschaft zwischen den Jiri und Uhura ergibt und die sehr eigenen Charakterzüge, geben den Dialogen Biss und man verfolgt die Entwicklung zwischen Zahra und Kelvin, Lani und Barein mit Interesse. 
Außerdem gibt es einige spannende Punkte und Geheimnisse, die nicht aufgedeckt werden und zum Weiterlesen anregen. 

Was hat mir nicht gefallen?
Leider ist die Beziehung zwischen Shaani und Faro, obwohl sie die Protagonisten bilden, sehrt schwach und an manchen Stellen theatralisch ohne nachvollziehbar zu sein. Was schade ist, da der Gegensatz ihrer Herkunft Potenzial hätte. 
Die Geschichte läuft an manchen Stellen vorhersehbar und wenig überraschend. 

Fazit:
Sobald man sich in die Ich-Perspektive eingelesen hat, kommt man gut durch die Geschichte. Sie ist aber eher etwas für zwischen durch, als dass sie über Stunden fesselt. Trotzdem gibt es spannende Elemente und am Ende bleiben viele Fragen offen, die auf Antworten drängen. 
Eine gute Idee mit leider schwachen Helden und interessanten Nebencharakteren zum lieb gewinnen. 

Sonntag, 1. März 2015

Shining 2.0 oder eine Fortsetzung, die nicht ganz den Erwartungen entspricht - Rezension zu "Doctor Sleep" von Stephen King

Was passiert? 
Dans Leben, nicht ganz einfach. Die AA. Geister in seinem Badezimmer und Abbra. Abbra, die seine Kräfte hat, nur um so vieles stärker. Abbra, die auf die Spuren einer Gruppe kommt, die von Kindern mit diesen Kräften leben. Sie trinken ihre Energie und sie nehmen Witterung auf. Dan und Abbra schließen sich zusammen und bilden eine Gemeinschaft. Sie müssen alles geben und alles riskieren, um zu überleben. 

Was hat mir gefallen? 
Abbra und Dans Beziehung ist eindringlich und liebevoll. In typischer Stephen King Manier ist die Geschichte detailreich und plastisch. Die Umgebung ist genau beschrieben, sodass man leicht in die Welt von Dan und Abbra schlüpfen kann. Die Dialoge sind teilweise sehr witzig, teilweise sehr ernst. In Englisch kommen dazu noch die verschiedenen Dialekte, die die Charaktere gleich einem bestimmten Ort zuordnen. Von der Geschichte her mochte ich vor allem Abbra, die so stark ist, obwohl noch so jung. Mir gefiel auch Dans Arbeit im Hospiz, wie er mit den alten Menschen umgeht und wie er versucht seine Vergangenheit zu verarbeiten. 

Was hat mir nicht gefallen? 
An manchen Stellen ist es sehr langatmig. Vielleicht kam es mir nur so vor, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles sich auflöst. Das erste Drittel war gruselig und spannend, ich konnte gar nicht aufhören. Um die Hälfte herum fand ich es dann doch etwas mühselig. Das Ende habe ich dann aber wieder verschlungen. 

Fazit: 
Eine spannende Fortsetzung von Shining, allerdings nicht ganz so fesselnd wie sein Vorgänger. Trotzdem sehr zu entfehlen :)