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Rezension zu "Lament“ von Maggie Stiefvater

Für dieses Buch eine Rezension zu verfassen, fiel mir besonders schwer. Das liegt vor allen Dingen daran, dass ich nicht genau sagen kann, was ich davon halte.


Denn: Der Schreibstil ist grandios. Im Grunde wollte ich mich mit den Sätzen zudecken, mich einwickeln und nie wieder auftauchen, in ihnen schwelgen und mit ihnen träumen. 
Auch die Idee fand ich toll, all die Figuren, die auftauchten waren so detailliert und fantasievoll gestaltet, dass es mir große Freude bereitet hat, über sie zu lesen. 

Aber: Leider gibt es ein Aber, das mein Problem auslöste. Und nun heißt es *SPOILER VORAUS*!!!
Die Protagonistin wird als besonders dargestellt. Eine Perfektionistin, eine großartige Musikerin, ein kluges Mädchen, aber all ihre Aktionen sind irgendwie dumm. Dazu kommt die Love-Story, die keinen Sinn gemacht hat. Erst sieht sie Luke in einem Traum, plötzlich steht er vor ihr und obwohl total komische Dinge um ihn herum geschehen, rennt sie hinaus und in seine Nähe, ohne auch nur darüber nachzudenken. Kurzum: Ich habe den beiden die große, dramatische Liebe nicht abgekauft und daher über all die kitschig-romantischen Stellen eher die Stirn gerunzelt, als großes Mitgefühl zu empfinden. 



Daher mein Fazit: Der Stil der Autorin ist grandios und daher werde ich sicherlich andere Bücher von ihr probieren, vor allem, da ich viel Gutes gehört habe, aber dieses Buch ist für mich leider nur Mittelmaß. 

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