Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu „The Covenant Series - Pure“ von Jennifer L. Armentrout

Für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, fiel mir sehr schwer. Band 1 hat wirklich Spaß gemacht, eine geheime Welt eröffnete sich, mit einer scheinbar toughen Protagonistin und einem sexy Kerl. So weit, so gut. Ich habe mich schon gefreut, im Folgeband weiter in diese Welt einzutauchen und mehr über Alex, die Kräfte des Apollyon zu erfahren und herauszufinden, wie es mit Seth und den Pures weitergeht. 


Leider ist die vermeintlich starke, unabhängige Protagonistin in diesem Band eine liebeskranke Idiotin, deren Gedanken 2/3 der Zeit um Aiden kreisen. Dazu kommt, dass sie sich irrational verhält, vollkommen ignorant dem gegenüber, was um sie herum geschieht und was ihr andere sagen. Die Kombination von ständig pseudo-coolen Sprüchen, Alex' Annahme, sie wüsste es sowieso am besten, und ihre Unfähigkeit, auch nur drei Sekunden nachzudenken, bevor sie etwas sagt oder tut, machten es mir sehr, sehr schwer, sie zu mögen. Ich musste einige Male abbrechen und Pause machen, bevor ich das Buch zu Ende lesen konnte. 

Dazu kommt eine Dreiecksbeziehung, die so von Klischees trieft, dass man auch hier nicht wirklich überrascht wird. Und wieder kann Alex das Verhalten der beiden Männer - Aiden und Seth - kein bisschen durchschauen. 

Diese Beziehung nimmt so viel Platz ein, dass für die Dämonen, die Bedrohung durch diese, das Erscheinen der Furien und die Intrigen des Konzils kaum Raum bleibt. Die wirklich interessanten Punkte gehen zwischen dem Hormoncocktail unter. Erst in den letzten zwei Kapiteln kommt wirklich Spannung auf und das nach fast 300 Seiten Pseudo-Drama und einer ignoranten Protagonistin, die irgendwo zwischen Band 1 und 2 ihren Verstand und ihre Selbstständigkeit verloren hat. Stattdessen ist sie ein Häufchen Elend, das sich voll und ganz auf ihre männlichen Begleiter stützt, während sie davon überzeugt ist, niemanden zu brauchen. Sie lernt auch nicht wirklich dazu, wodurch nicht einmal hier eine Entwicklung zu verzeichnen wäre. 


Daher lautet mein Fazit: Band 2 verschenkt viel Potential und aus einem actionreichen Fantasy Flick wird eine stereotype Teeny-Romance-Story ohne Überraschungen und dafür mit viel peinlichen Szenen und vorhersehbaren "Wendungen". 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu "Academy of Shapeshifters - Tigerauge" von Amber Auburn

"Für einen Moment fühlte ich mich wie auf einem Schulausflug mit meiner Klasse. Für einen Moment war alles normal. Für einen Moment war ich keine Wandlerin und wir waren nicht auf der Flucht."  Lena und die Fel sind auf der Flucht. Die Situation mit den Can noch nicht geklärt. Trotzdem findet Lena ein paar ruhige Minuten. Momente, in denen sie mit Rajani albern kann, aber auch Momente, in denen sie Noel näher kennen lernt.  Doch - wie könnte es anders sein? - ist das kein dauerhafter Zustand. Zu unsicher sind die Zeiten. Und dann erscheint auch noch ein alter (oder neuer?) Gegner auf dem Spielbrett, der plötzlich alle zwingt zu handeln... Und dann...*hust* Spoiler *hust* :P  Die Schreibweise war wie immer angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte geht flüssig und fehlerfrei weiter. Sofort war ich wieder bei den Fel in ihrem Versteck und der Monat Wartezeit war vergessen.  Neue Figuren werden vorgestellt, alte bekommen eine größere Rolle - es wird a...

Rezension zu „Shadow Love“ von Kaylie Morgan

Zunächst meine Kurzmeinung: Dieses Buch ist recht kurzweilig und sorgt für nette Unterhaltung zwischendurch.  Ausführlicher bedeutet das Folgendes:  Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Stimme der Protagonistin wird gut eingefangen und lässt die Geschichte sehr persönlich wirken.  Die Figuren sind gut beschrieben, wenn auch manche etwas eindimensional erscheinen, doch das kann auch an den Eindrücken der Protagonistin liegen, die die Figuren eben auf eine ganz bestimmte Weise kennenlernt.  Die Erklärungen, wie alles zusammenhängt, sind gut gelungen und eröffnen somit eine fremde Welt, obwohl sich alles in unserer Realität abspielt.  Leider ging alles sehr schnell. Vor allem die Liebe, die dann so entscheidend wird, ist plötzlich einfach da. Die Protagonistin hat kaum Worte mit demjenigen Welchen gesprochen und plötzlich ist die Rede von der großen Liebe. Für mich waren die tiefen Gefühle, die beide plötzlich zum Ausdruck brachten,...

Rezension zu „The Plastic Magician“ von Charlie N. Holmberg

Die Reihe „The Paper Magician“ habe ich geliebt. Sie konnte mit so viel Herz und Fantasie aufwarten, dass sich mir gar nicht die Frage stellte, ob ich dieses Buch auch lesen würde: Ganz klar!  Leider ist es so, wenn man sich sehr auf eine Fortsetzung freut, dass man das Neue mit dem Alten vergleicht. Und bei diesem Vergleich schneidet dieses Buch nicht ganz so gut ab. Was die ersten drei Bücher ausmachte, waren eben diese unglaubliche Fantasie und diese tolle Story, die einfach etwas Anderes war, neu und kreativ und LeserInnen sofort mit auf ein Abenteuer nahmen. Die Magie war besonders und die Liebesgeschichte packte einen wirklich - und das sage ich als jemand, der bei Romantik meistens mit den Augen rollt!  Hier liegt eine schöne Idee zugrunde, doch der Plot ist nicht außergewöhnlich. An einigen Stellen war es sehr vorhersehbar, was geschehen würde. Sei es nun, wer sich als Bösewicht herausstellte oder wer der romantische Gegenpart werden würde. Da die Geschich...