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Rezension zu „Der Ameisenhaufen“ von Vera Russwurm

Ein wenig ist es so, als würde man das Skript zu einer Show lesen. Kurze Einblicke in die Welten der verschiedenen Figuren, in knapper, aber präziser Sprache beschrieben - kein Geschnörkel, eher im journalistischen Stil. 


Was geschieht?
Bei „MasterTV Österreich“, dessen Mutterkonzern in den USA lokalisiert ist, ist eine Show geplant, die sich „Der Ameisenhaufen“ nennt. In dieser Show sollen 50 Kindergartenkinder von je einem Erwachsenen gebändigt werden, damit sie drei Aufgaben lösen können. Es gibt insgesamt 5 Teilnehmer, die nur dann ins Finale vorrücken, wenn sie wenigstens zwei Aufgaben erfolgreich schaffen und sie von den Kindern genug „Daumen nach oben“ bekommen. Am Ende, für den einen Sieger, warten 1 Millionen Euro. 

Doch gleich zu beginn wird der Geldkoffer gestohlen. Alles ist in Aufruhr! Wie soll man ohne das Preisgeld die Show ausrichten? Ein enormer Medienrummel entsteht rund um den Sender, dessen Leiter, den alle nur „Herrschler“ nennen und die Show selbst. 

Am Ende sollen 5 hausinterne Mitarbeiter als Kandidaten fungieren, während sie nach wie vor ihrer Arbeit dort nachgehen. Und während unter den Reihen der Mitarbeiter der Dieb gesucht wird. 

In diesem Chaos begleitet man als Leser einige ausgewählte Personen, deren Privatleben sich verstricken, die ihren Ballast mit sich tragen und ganz eigene Sichtweisen und Motivationen in diese Geschichte bringen. 

Die Geschichte ist schnell zu lesen. Es geht rasant voran, doch dadurch baut man vielleicht auch eine nicht allzu starke Beziehung zu den ProtagonistenInnen auf. Da es aber eher um das Mediengeschäft im Ganzen geht, seinen Verzweigungen und Machenschaften, den Intrigen und vorgetäuschten Tatsachen, dann passt der Stil und die Figuren perfekt in diese Story. 

Das Buch gibt einen guten Einblick in die Medienwelt, vielleicht überzeichnet, wahrscheinlich oft ehrlich. Auf alle Fälle amüsant und unterhaltsam. 


Gesamt sieht das so aus: 


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