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Rezension zu "Zwei Kontinente auf Reisen" von Jenny Karpe

Matrix meets Romance - oder so ähnlich. Aber zurück zum Anfang.


Auf einer Insel mitten im Ozean leben Kira und Aaron. Sie stammen auf zwei verschiedenen Völkern, die sich ständig streiten, obwohl sie sich eine Insel teilen müssen, denn mehr ist von der Erde nicht übrig geblieben. Das Buch startet mit dem Untergang einer benachbarten Insel, den Kira beobachtet. Sie steht am gefährlichen Rand und starrt hinaus, sieht zu, wie Häuser, Straßen und Menschen ins Meer stürzen. Aaron kommt hinzu, die beiden Kinder können sich nicht ausstehen - vor allem Kira ist regelrecht bösartig und zickig, besonders für eine Achtjährige. 

Dennoch, ein Teleskop schafft es, dass die beiden Kinder unter der Aufsicht von Aarons Vater Augustin sich irgendwie verstehen, während die Anführer der zwei Völker eine Grenze erschaffen. 

Was hat mir gefallen? 
Der Schreibstil ist gerade am Anfang sehr schön zu lesen. Die meisten Vergleiche machen sind und sorgen für eine schöne Bildlichkeit - leider gibt es einige Vergleiche, die bei mir komische, unpassende Bilder herauf beschworen haben, was mich aus der Story gerissen hat. 
Die Idee ist sicherlich abenteuerlich. Vor allem ab der zweiten Hälfte, ist sie neu und weist einige interessante Punkte auf.

Was hat mir nicht gefallen?
Ich kam weder mit Kira, noch mit Aaron zurecht. Jeder der beiden für sich war mir schon nicht sympathisch, aber als die Liebesgeschichte zwischen den beiden sich zu entwickeln beginnt, verstand ich es noch weniger. *SPOILER* Da sehen sie sich ewig lang nicht, haben sich davor nur solala verstanden, aber als Kira ihn mit einem anderen Mädchen sieht, ist sie total geschockt. *SPOILER ENDE* 
Bis auf Augustin war mir auch kein anderer Charakter besonders sympathisch. Viele kamen mir wie Karikaturen vor, sie hatten nur einen Wesenszug und wurden darauf reduziert, damit erschienen sie mir kaum wie echte Menschen. So wie bei der Kontrahentin von Kira, die einfach von beginn an böse ist, klischeehaft böse. 
Dazu kam, dass es sich an vielen Stellen zog und es mühsam war, durch Kapitel zu lesen. 

Daher fällt mein Fazit nicht so rosig aus, was mir ehrlich leid tut. Ich hatte mich auf die Geschichte gefreut. Das Cover ist hübsch und der Klappentext versprach eine interessante Story - von der Idee her konnte sie das auch umsetzen. Da ich aber mit den Figuren und manchen Storylines nicht ganz zurande kam, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Leider war ich emotional nicht involviert und es kam kaum Spannung auf. 

Zum Glück ist jede Meinung als ganz subjektiv zu betrachten und ich bin mir sicher, dass es vielen anderen gut gefallen könnte :) 

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