Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu „Alice = Alice“ von Maxi Schilonka

Es gibt viele Interpretationen von Alice im Wunderland, doch diese ist, ähnlich wie eine andere Adaption aus dem Papierverzierer Verlag, etwas Besonderes. 


Alice und Scarlett sind Zwillinge und ein Herz und eine Seele, zumindest bis ihre Eltern sich scheiden lassen und die Schwestern getrennt werden. Ein Jahr ist das her und da springt Scarlett plötzlich aus dem Fenster - oder wurde sie geschubst? 

Alice kann nicht glauben, was geschehen ist und schmiedet einen verrückten Plan, um die Wahrheit heraus zu finden: Sie wird Scarletts Platz einnehmen, um herauszufinden, was mit ihrer Schwester geschah. Auf der neuen Schule vermutet sie Mobbing oder andere Geheimnisse. Was hat zum Beispiel ein gewisser Lehrer zu verbergen und warum spricht die Krankenschwester ständig in Rätseln?

Und schließlich findet Alice das Unglaublichste von allem: Scarletts Bilder. Bilder von einer grinsenden Katze, von einem Tal, in das zwei Flüsse führen, einer Teegesellschaft… Diese Bilder scheinen der Schlüssel zu sein, ein direkter Weg in das Unterbewusstsein ihrer Schwester, in das Wunderland, das tatsächlich schrecklich wunderlich ist. 

Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Der Ton passt zu dem Charakter von Alice und fängt die Stimmung sehr gut ein. Alice ist eine sehr angenehme Figur, der man gut folgen kann, ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, selbst die dummen. Man leidet mit ihr mit und knirscht mit den Zähnen, wenn sie es tut. Überhaupt wirkt die hier erschaffene Welt sehr lebendig - obwohl es besser heißen sollte: beide Welten. Dazu kommen viele Popkultur-Anspielungen und schlagfertige Dialoge, die eine wahre Freude sind, sie zu lesen. 


Fazit: Obwohl es manchmal ein paar Längen gibt, überzeugt das Buch durch die Idee, den Schreibstil und die Wendung zum Schluss! Es macht sehr viel Spaß zu lesen. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu „Shadow Love“ von Kaylie Morgan

Zunächst meine Kurzmeinung: Dieses Buch ist recht kurzweilig und sorgt für nette Unterhaltung zwischendurch.  Ausführlicher bedeutet das Folgendes:  Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Stimme der Protagonistin wird gut eingefangen und lässt die Geschichte sehr persönlich wirken.  Die Figuren sind gut beschrieben, wenn auch manche etwas eindimensional erscheinen, doch das kann auch an den Eindrücken der Protagonistin liegen, die die Figuren eben auf eine ganz bestimmte Weise kennenlernt.  Die Erklärungen, wie alles zusammenhängt, sind gut gelungen und eröffnen somit eine fremde Welt, obwohl sich alles in unserer Realität abspielt.  Leider ging alles sehr schnell. Vor allem die Liebe, die dann so entscheidend wird, ist plötzlich einfach da. Die Protagonistin hat kaum Worte mit demjenigen Welchen gesprochen und plötzlich ist die Rede von der großen Liebe. Für mich waren die tiefen Gefühle, die beide plötzlich zum Ausdruck brachten,...

Rezension zu „Scythe - Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman

Dieses Buch ging runter wie Butter! Der Stil ist phänomenal und liest sich grandios. Gleichzeitig ist er einfach gehalten, dennoch stimmungsvoll und plastisch und nimmt LeserInnen sofort mit in die Geschichte.  Dazu kommt die Story, die genial ist! Die Menschen haben den Tod überwunden, werden von einer künstlichen Intelligenz beherrscht, die für Ordnung sorgt, und um eine Überbevölkerung zu verhindern, gibt es die Scythes, die nach bestimmten Zahlen und Voraussetzungen Leute töten - als Dienst an der Menschheit. Sie bilden eine Organisation, die über dem Gesetz steht und stehen nur sich selbst Rede und Antwort. Doch so gut ihre Absichten auch sein mögen, so erhaben und gut sie auch tun, es gibt immer die, die betrügen und nur an sich denken - oder schlimmer, diejenigen, die glauben auf der rechten Spur in eine neue Zukunft zu sein und dabei alles in Schutt und Asche legen, was ihnen im Weg steht.  Citra und Rowan wollen beide niemals Teil davon sein, verabscheu...

Rezension zu „Die Feuer von Atlantis“ von Amber Lawrence

Dieses Buch konnte mich durch seinen besonderen Stil und die ungewöhnliche Geschichte sofort mitreißen und bis zum Ende fesseln.  Die geheime Insel von Atlantis, von der Welt abgeschieden, leben die Menschen hier in Harmonie und Wohlgefallen. Solange der Sonnengott und die Mondgöttin im Gleichgewicht gehalten werden, solange deren VertreterInnen auf Erden die Regeln befolgen, wird dieser Zustand für immer bestehen.  Doch was wissen die Menschen schon, was die Götter wirklich wollen? Sie empfangen Visionen und glauben, eine Ahnung zu haben, sie handeln und glauben sich im Recht. So wurde das Schicksal in Bewegung gesetzt. Mit zwei Kindern, die nicht hätte sein dürfen, und einem Wissen, das besser für immer zerstört geworden wäre.  Die einen wollen den Stillstand, die anderen das Fortschreiten und Veränderung, aber das Ende können sie alle nicht erahnen.  Wundervoll erzählt wird das Schicksal verschiedener Charaktere, deren Leben doch miteinander v...