Direkt zum Hauptbereich

Hörbuch Rezension zu „These broken Stars - Lilac und Tarver“ von Amie Kaufman und Meagan Spooner

Eigentlich bin ich ja immer vorsichtig, wenn es um ein sehr „gehyptes“ Buch geht. Und dann auch noch Romance! Aber ich dachte mir: Die Hörprobe klingt gut, der Klappentext eigentlich spannend – kann man mal ausprobieren!



Tja....ganze 5 Wochen habe ich für die paar Stunden Hören gebraucht – und warum?
Ich musste ziemlich oft Pause machen.

Dabei waren die drei Vorleser richtig angenehm. Ihre Stimmen klangen gut im Ohr, die Betonung schläferte nicht ein, die wörtliche Rede setzten sie stimmlich vom Rest ab – es gab also an dieser Stelle nichts zu meckern.

Und die Geschichte in ihrer Grundstruktur (Weltraum, ein riesiges, luxuriöses Schiff, ein Unfall, Absturz und zwei junge Erwachsene auf einem fremden Planeten) klang vielversprechend und war sie auch. Ich konnte mir vorstellen, wie alles aussah. Spürte die Spannung, wollte wissen, ob sie es schaffen, zu überleben und was es mit diesem Planeten auf sich hat.

Und jetzt kommt das ganz große ABER:
Die beiden Protagonisten gingen mir gewaltig auf die Nerven!
Ja, sie sind jung.
Ja, da herrscht Spannung.
Ja, sie sind in einer stressigen Situation.
ABER wenn die beiden einfach ein einziges Mal sich ausgesprochen hätten und nicht bis weit über die Hälfte des Buches damit gewartet hätten, hätten sie den Lesern viel innerliches Rumgesumse erspart. Ich stöhnte schon immer innerlich auf, wenn wieder einer der beiden darüber pseudo-philosophierte, ob der andere einen nun mochte und dass es einem eigentlich egal sei und doch wieder nicht und man handele schon richtig oder etwa doch nicht??
Nimmt man diese inneren Monologe, die sich nur mit der verkorksten Beziehung oder Nicht-Beziehung der beiden beschäftigen, nämlich beiseite, ist das Buch um einiges kürzer und auch spannender.

Gut, vielleicht bin ich wirklich jemand, der nur ab und zu in dieses Genre schnuppert und trotzdem, auch ein Romance-Neuling kann über so erzwungenes Drama und Redundanz die Nase rümpfen.


Schade für die spannende Sci-Fi Geschichte!  

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu "Academy of Shapeshifters - Tigerauge" von Amber Auburn

"Für einen Moment fühlte ich mich wie auf einem Schulausflug mit meiner Klasse. Für einen Moment war alles normal. Für einen Moment war ich keine Wandlerin und wir waren nicht auf der Flucht."  Lena und die Fel sind auf der Flucht. Die Situation mit den Can noch nicht geklärt. Trotzdem findet Lena ein paar ruhige Minuten. Momente, in denen sie mit Rajani albern kann, aber auch Momente, in denen sie Noel näher kennen lernt.  Doch - wie könnte es anders sein? - ist das kein dauerhafter Zustand. Zu unsicher sind die Zeiten. Und dann erscheint auch noch ein alter (oder neuer?) Gegner auf dem Spielbrett, der plötzlich alle zwingt zu handeln... Und dann...*hust* Spoiler *hust* :P  Die Schreibweise war wie immer angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte geht flüssig und fehlerfrei weiter. Sofort war ich wieder bei den Fel in ihrem Versteck und der Monat Wartezeit war vergessen.  Neue Figuren werden vorgestellt, alte bekommen eine größere Rolle - es wird a...

Rezension zu „Shadow Love“ von Kaylie Morgan

Zunächst meine Kurzmeinung: Dieses Buch ist recht kurzweilig und sorgt für nette Unterhaltung zwischendurch.  Ausführlicher bedeutet das Folgendes:  Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Stimme der Protagonistin wird gut eingefangen und lässt die Geschichte sehr persönlich wirken.  Die Figuren sind gut beschrieben, wenn auch manche etwas eindimensional erscheinen, doch das kann auch an den Eindrücken der Protagonistin liegen, die die Figuren eben auf eine ganz bestimmte Weise kennenlernt.  Die Erklärungen, wie alles zusammenhängt, sind gut gelungen und eröffnen somit eine fremde Welt, obwohl sich alles in unserer Realität abspielt.  Leider ging alles sehr schnell. Vor allem die Liebe, die dann so entscheidend wird, ist plötzlich einfach da. Die Protagonistin hat kaum Worte mit demjenigen Welchen gesprochen und plötzlich ist die Rede von der großen Liebe. Für mich waren die tiefen Gefühle, die beide plötzlich zum Ausdruck brachten,...

Rezension zu „The Plastic Magician“ von Charlie N. Holmberg

Die Reihe „The Paper Magician“ habe ich geliebt. Sie konnte mit so viel Herz und Fantasie aufwarten, dass sich mir gar nicht die Frage stellte, ob ich dieses Buch auch lesen würde: Ganz klar!  Leider ist es so, wenn man sich sehr auf eine Fortsetzung freut, dass man das Neue mit dem Alten vergleicht. Und bei diesem Vergleich schneidet dieses Buch nicht ganz so gut ab. Was die ersten drei Bücher ausmachte, waren eben diese unglaubliche Fantasie und diese tolle Story, die einfach etwas Anderes war, neu und kreativ und LeserInnen sofort mit auf ein Abenteuer nahmen. Die Magie war besonders und die Liebesgeschichte packte einen wirklich - und das sage ich als jemand, der bei Romantik meistens mit den Augen rollt!  Hier liegt eine schöne Idee zugrunde, doch der Plot ist nicht außergewöhnlich. An einigen Stellen war es sehr vorhersehbar, was geschehen würde. Sei es nun, wer sich als Bösewicht herausstellte oder wer der romantische Gegenpart werden würde. Da die Geschich...