Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu "Academy of Shapeshifters - Band 1 & 2" von Amber Auburn

Bücher von deutschen Autoren sind schon etwas ganz wunderbares!
Und dann auch noch von Autoren, die ohne Verlag veröffentlichen, finde ich immer besonders, weil dahinter sehr viel Mut steckt. 
So, das war mal meine Meinung dazu, jetzt zu den Büchern, denn darum geht es ja eigentlich :D 



Ich fand die Idee hinter der Geschichte wahnsinnig süß.
Es ist eine Teenie-Geschichte, ja. 
Eine 16-jährige Protagonistin, die noch nicht weiß, wer sie ist. Gemeine Gegenspieler. Hänseleien. Die eine gute Freundin. Der eine tolle Kerl. Zickereien. Und die Suche nach dem eigenen Ich und der Persönlichkeit und Stellung in der Gesellschaft.
Klingt jetzt alles nicht so spannend, oder?
Ist es aber!
Warum?
Weil dieses ganze Setting nicht auf einer Schule stattfindet, sondern in einem Camp, in dem Shapeshifter unterrichtet werden. Also ein Camp, in dem Jugendlichen beigebracht wird, wie sie das Tier in ihren kontrollieren. Aber es sind nicht alles die gleichen Tiere. In dem Camp, in dem Lena landet, gibt es Feli und Can. Die einen gehören der Familie der Katzen an, die anderen der Familie der Hunde. Das ergibt sofort andere Strukturen auf den beiden Seiten, aber auch dazwischen. Gerade die Eigenschaften, die beide Seiten auszumachen scheinen, werden sehr gut dargestellt und bringen eine neue Dynamik in das "Schulhof-Gerangel".




Die Sprache ist einfach, aber an ein 16-jähriges Mädchen angepasst. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, fand ich das sehr passend. 
Das Camp und die Charaktere werden sehr gut beschrieben und so wirkt alles sehr plastisch. Ich hatte sehr schnell Figuren, die ich sympathisch fand und welche, die ich gar nicht leiden konnte. 

*seufz*
So, eine Sache fand ich etwas klischeehaft. Anders kann ich es nicht beschreiben. 
Lena trifft auf Janis, das erste Mal. Sie sieht ihn nicht, stolpert in ihn hinein und dann fällt sie, aber er fängt sie natürlich auf und als er sie anspricht, glaubt sie zuerst nicht, dass er mit ihr spricht...
Schon mal gelesen? - Ja ich auch. 
Nun gut. Die gesamte Beziehung zwischen Lena und Janis, oder besser gesagt, was daraus werden soll, ist mir etwas suspekt, weil dieser Teil leider sehr stereotyp abläuft, wie man das eben schon aus anderen Geschichten kennt. Das ist leider sehr schade, denn der Rest der Geschichte ist sehr gut gemacht. Beim Rest wird Bekanntes neu umgesetzt. Nur leider eben da nicht. Nun zum Glück, nahm es bis jetzt nicht allzu viel Platz ein. *grins*

Das Ende von "Wolfspack" ist übrigens total gemein! Ich sage nur "Cliffhanger", aber was für einer. 
Jetzt heißt es, auf Band 3 warten (Moment, bei vielen Büchern hab ich das in der letzten Zeit geschrieben? Zu viele, zu viele xD) 

Gesamt sieht es also so aus:


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu "Academy of Shapeshifters - Tigerauge" von Amber Auburn

"Für einen Moment fühlte ich mich wie auf einem Schulausflug mit meiner Klasse. Für einen Moment war alles normal. Für einen Moment war ich keine Wandlerin und wir waren nicht auf der Flucht."  Lena und die Fel sind auf der Flucht. Die Situation mit den Can noch nicht geklärt. Trotzdem findet Lena ein paar ruhige Minuten. Momente, in denen sie mit Rajani albern kann, aber auch Momente, in denen sie Noel näher kennen lernt.  Doch - wie könnte es anders sein? - ist das kein dauerhafter Zustand. Zu unsicher sind die Zeiten. Und dann erscheint auch noch ein alter (oder neuer?) Gegner auf dem Spielbrett, der plötzlich alle zwingt zu handeln... Und dann...*hust* Spoiler *hust* :P  Die Schreibweise war wie immer angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte geht flüssig und fehlerfrei weiter. Sofort war ich wieder bei den Fel in ihrem Versteck und der Monat Wartezeit war vergessen.  Neue Figuren werden vorgestellt, alte bekommen eine größere Rolle - es wird a...

Rezension zu „Shadow Love“ von Kaylie Morgan

Zunächst meine Kurzmeinung: Dieses Buch ist recht kurzweilig und sorgt für nette Unterhaltung zwischendurch.  Ausführlicher bedeutet das Folgendes:  Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Stimme der Protagonistin wird gut eingefangen und lässt die Geschichte sehr persönlich wirken.  Die Figuren sind gut beschrieben, wenn auch manche etwas eindimensional erscheinen, doch das kann auch an den Eindrücken der Protagonistin liegen, die die Figuren eben auf eine ganz bestimmte Weise kennenlernt.  Die Erklärungen, wie alles zusammenhängt, sind gut gelungen und eröffnen somit eine fremde Welt, obwohl sich alles in unserer Realität abspielt.  Leider ging alles sehr schnell. Vor allem die Liebe, die dann so entscheidend wird, ist plötzlich einfach da. Die Protagonistin hat kaum Worte mit demjenigen Welchen gesprochen und plötzlich ist die Rede von der großen Liebe. Für mich waren die tiefen Gefühle, die beide plötzlich zum Ausdruck brachten,...

Rezension zu „The Plastic Magician“ von Charlie N. Holmberg

Die Reihe „The Paper Magician“ habe ich geliebt. Sie konnte mit so viel Herz und Fantasie aufwarten, dass sich mir gar nicht die Frage stellte, ob ich dieses Buch auch lesen würde: Ganz klar!  Leider ist es so, wenn man sich sehr auf eine Fortsetzung freut, dass man das Neue mit dem Alten vergleicht. Und bei diesem Vergleich schneidet dieses Buch nicht ganz so gut ab. Was die ersten drei Bücher ausmachte, waren eben diese unglaubliche Fantasie und diese tolle Story, die einfach etwas Anderes war, neu und kreativ und LeserInnen sofort mit auf ein Abenteuer nahmen. Die Magie war besonders und die Liebesgeschichte packte einen wirklich - und das sage ich als jemand, der bei Romantik meistens mit den Augen rollt!  Hier liegt eine schöne Idee zugrunde, doch der Plot ist nicht außergewöhnlich. An einigen Stellen war es sehr vorhersehbar, was geschehen würde. Sei es nun, wer sich als Bösewicht herausstellte oder wer der romantische Gegenpart werden würde. Da die Geschich...