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Rezension zu "Sinabell" von Jennifer Jager

Sinabell ist wie ein Lied, das sich langsam entfaltet, mal ist es leicht und schnell, dann düster und geheimnisvoll und die ganze Zeit lässt die Melodie einen nicht los, sie hallt wieder und berührt das Herz.


Schon von der ersten Seite an, bis hin zur letzten, werden Bilder in bunten Farben gemalt, seien es nun die schillernden Kleider, die Sonnenstrahlen, die durch Geäst dringen, altes Gemäuer, das nachhallt oder das verborgene Glänzen eines magischen Geschöpfes.

Durch die wundervolle Sprache und die lebendigen Charaktere war ich sofort in Sinabells Welt, an der Seite der jungen Protagonistin, die erfrischend anders ist, als die üblichen Prinzessinnen. Sie hat ihren eignen Kopf, ihre eigenen Wünsche, die nichts mit Heirat und Liebe zu tun haben, sondern mit der Welt und Freiheit und Abenteuern. Gleichzeitig hat sie ein gutes Herz und in größter Not zögert sie nicht, einen anderen Menschen zu retten und damit beginnt ihr größtes Abenteuer und ihre größte Prüfung, für die beide alles geben müssen.
Es war ein wundervolles Eintauchen in die Welt von Drachen und verspielten Feen, von mystischen Wäldern und Einhörnern, die vielleicht nicht ganz so sind, wie man sie sonst kennt.

„Sinabell“ ist ein schönes und gleichzeitig dunkles Märchen, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch die Seele des Menschen betrachtet, all das Gute und das Schlechte zeigt und am Ende auch eine Botschaft enthält. Es lädt zum Träumen und zum Nachdenken ein und für mich gehört „Sinabell“ ab jetzt zu meinen liebsten Märchen. 

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