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Rezension zu „Nemesis“ von Asuka Lionera

Die Idee ist doch großartig: Eine Gamerin, ehrgeizig und zu allem bereit, gerät durch ein Spiel in eine andere Welt und sie soll auch noch eine auserwählte Hüterin sein! Drei Länder mit je einem Gott. Sie alle schlafen und müssen erweckt werden - durch einen/eine HüterIn und seine/ihre WächterInnen. Das verspricht Spannung und Abenteuer!  Der Anfang hält das Versprechen. Eine junge Frau aus einer spießigen, reichen Familie, die nur ein Ziel kennt: Sie will an die Spitze der Gamerwelt und ist sich sicher, dass sie es kann. Denn sie ist ehrgeizig, selbstbewusst und zielstrebig. Und dann gerät sie in diese Welt, wird von der Göttin selbst empfangen und soll eine Hüterin sein. Eve glaubt kein Wort, hält das alles für ein Spiel - bis sie es nicht mehr tut und es ernst wird.  Soweit, so gut. Nun muss ich leider auf die Punkte eingehen, die echte Minuspunkte in dieser Geschichte darstellen (immer mit dem Wissen, dass das allein meine Meinung ist und keine allgemeine Gültig...

Rezension zu „Der Menschenmacher“ von Cody McFadyen

Drei Kinder, aufgewachsen bei einem Psychopathen, herangezogen, um zum Übermenschen zu werden. Eine Organisation, die Kindern helfen will und hart gegen Kinderprostitution vorgeht - nicht immer legal. Ein Feind, der plötzlich auf den Plan tritt und ein undurchschaubares Spiel zu spielen scheint. Ein Spiel, dem man nicht entkommen kann, das sie spielen müssen, um zu bewahren, was sie lieben. David, Allison und Charlie überlebten die Hölle. Das macht sie zu interessanten Figuren, deren Lebensweg fesseln könnten. Und das tun sie auch - zumindest die erste Hälfte des Buches lang. Vor allem auf David liegt der Fokus. Er bei seiner Mutter, wie sie in ärmlichen Verhältnissen leben, aber voller Liebe und Hoffnung. Umso stärker der Kontrast, als er zu Bob kommt.  Über Allison und Charlie erfährt man weniger von ihrer Kindheit, dafür aber, wie sie sich entwickelt haben, nachdem sie ihren Ziehvater entkamen. Beide Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein, aber umso faszinie...

Rezension zu „Das Café der Existenzialisten: Freiheit, Sein und Aprikosencocktails“ von Sarah Bakewell

Auf dieses Buch habe ich schon sehr lange herbeigesehnt! Es lag so lange auf meiner Wunschliste, dass ich es voller Erwartung aufgeschlagen habe und Angst hatte, ich würde enttäuscht werden - Fazit vor weg: Wurde ich nicht! Auf herrlich einfache, malerische Art nimmt die Autorin den/die LeserIn mit nach Paris. Wir sitzen in einem Cafe und hier beginnt die Reise.  Eine Reise nach Berlin und weiter nach Freiburg. Zu Husserl und Heidegger, weiter nach Paris und von dort irgendwann nach England und die USA. Die Geschichte spinnt sich wie eine gut geölte Maschine. Es wird so farbenfroh und lebendig erzählt, dass man nicht das Gefühl hat, bloße Theorie zu lesen.  Hier geht es um Weltgeschichte, um die schrecklichste Zeit Europas, um Kriege, um das Aufbegehren von Unterdrückten, um den Kampf nach Freiheit, das Streben nach einer besseren Zukunft und dazwischen, alles umschließend und umwickelnd, als könnte es gar nicht anders sein, von der großen Philosophie dieser...

Rezension zu „A Court of Thorns and Roses“ von Sarah J. Maas

Feyre ist einmal eine Heldin, wie man sie vielleicht zu selten sieht - vielleicht bin ich auch nur etwas angeödet von manchen Klischees (ohne sie alle verteufeln zu wollen). Denn hier tritt eine junge Frau auf, die sich in den gefährlichen Wald wagt, um ihre Familie zu ernähren, obwohl ihr die Jagd keine Freude bereitet, obwohl sie die jüngste der Schwestern ist, obwohl sie sich lieber in den Farben verlieren würde. Aber das Leben spielt selten so, wie man es will, und das weiß sie und daher tut sie, was getan werden muss. Dieser Pragmatismus, aber auch die Liebe für ihre Familie zeichnen sie aus.  Als sie dann einen Wolf tötet und damit eine Reihe von Ereignissen auslöst, die alles von ihr abverlangen und die sie hinter die Mauer bringen, in das Reich der Feen, die sie stets gefürchtet hat, beginnt ihre Reise in ein spannendes Abenteuer voller Herz, Witz und Spannung.  Die Autorin schafft es hier, die magischen Feen zu nehmen und sie und ihr Reich in etwas Düster...

Rezension zu "Die Prinzessin der Wüste" von Bettina Auer

Die Tochter eines Piraten und einer Prinzessin aus dem fernen Orient, träumt Sarlia davon, irgendwann das kleine Dorf, in dem sie zurückgelassen wurde, mit einem Schiff zu verlassen und dem Horizont entgegen zu segeln. Die Freiheit ruft nach ihr. Doch als tatsächlich Schiffe in ihr Dorf kommen, da wird sie entführt und verschleppt. Ihr Vater bringt sie in das Land ihrer Mutter, wo sie einen Prinzen heiraten soll. Nur dass die Regeln und Gebräuche ihr gar nicht schmecken und der Funke zu ihrem Zukünftigen auch nicht überspringt.  Damit ist eigentlich eine spannende Geschichte rund um Pflicht, Liebe und Freiheit zu erwarten. Dazu kommen Intrigen am Königshof und Geheimnisse, die aufgedeckt gehören. Eigentlich und dieses Eigentlich schreibe ich nur sehr ungern, aber es muss nun einmal dahin.  Obwohl man Sarlia als starke Frau kennen lernt, die ganze zwei Jahre gegen ihren Vater aufsteht und sich nicht klein bekommen lässt, aber kaum ist sie am Hof dauert es nur ein...

Rezension zu „Mercenary“ von Felix A. Münter

Ein weiteres Buch aus dem Papierverzierer Verlag und ein zweites von diesem Autor und ich muss sagen, ich war begeistert! Auf herrlich kurzweilige Art mit einem unglaublich trockenen und beinahe pragmatischen Ton wird aus der Sicht von „Mr. Carter“ ein Abenteurer im Leben eines Söldners beschrieben. Ein Auftrag, von der Kontaktaufnahme bis zur Vollendung.  „Das, was meinen Kontostand füllt, ist richtig.“  Eine Mail. Eine Reise nach New York. Ein Treffen in einem Park und ein alter, kränklicher Mann, der etwas zurück haben will und bereit ist, dafür sehr viel Geld zu zahlen. Carter soll herausfinden, wer die Bank überfallen und den ominösen Besitz gestohlen hat. Eigentlich einfach. Nur dass es das eben nicht ist.  Spannend, aber pragmatisch, passend im Ton eines Söldners, der ganz klare Vorstellungen und Prinzipien hat, wird aus seiner Sicht erzählt, wie er sich auf die Suche macht. Inklusive Detektivarbeit und Action geladenen Schusswechseln, samt ...

Rezension zu „Der dunkle Turm - tot“ von Stephen King

Zurück in Rolands Welt und auf dem Weg. Tja nur wohin?  Und als wäre diese unwirtliche Welt nicht genug, und als wäre es nicht ausreichend Stress in den letzten Wochen gewesen, beginnt der Verstand des Revolvermanns langsam entzwei zu fallen. Denn da ist die Sache mit Jake, den er fallen hat lassen - und auch wieder nicht.  Die Zeit bricht entzwei und damit existieren zwei Realitäten, die im Widerstreit miteinander stehen und in Rolands Kopf um die Wette brüllen. Und nicht nur in seinem. Es gibt ein Wiedersehen mit New York!  Was hat eine Rose mit der Sache zu tun und ein Schlüssel, ei dem die S-Form am Schluss besonders wichtig ist?  Spannend mit Zeitparadoxa, Steam-Punk mäßigen Killer-Bären, Rätseln, einen Schulaufsatz, Kämpfen und einer geheimnisvollen Stadt erzählt King die Geschichte weiter um Roland und sein Ka-Tet. Die Geschichte wird komplizierter, ohne wirr zu werden. Die Welt wird verrückter, folgt aber ihrer eigenen, inneren Logik. Dazu ...