Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu „Edingaard - Pfad der Träume“ von Elvira Zeißler

Magische Fantasy verpackt in einen grandiosen Schreibstil, der auf unaufdringliche, aber packende Art den/die LeserIn auf eine Reise in ein geheimnisvolles Land mitnimmt, in dem die Magie noch nicht ausgestorben und das, was wir Märchen und Legenden nennen, sehr real ist. 


Nachts träumt Cassy von Julien. Er war immer schon da, er wuchs mit ihr auf und ist ihr Freund, viel mehr als das. Sie liebt ihn und als er sie bittet, sie solle zu ihm kommen, denn nur sie könnte ihn retten, zögert sie nicht. Wild entschlossen bricht die junge Frau auf, um das fremde Land Edingaard zu betreten und ihren Geliebten zu retten. 

Leider hat sie sich das alles viel einfacher vorgestellt und sicherlich nicht einmal im Ansatz mit so vielen Gefahren gerechnet. Doch weder bissige, magische Wesen, noch dubiose Landstreicher, keine verrückten Hexen und keine Mauern können sie aufhalten. Stur und voller Überzeugung schreitet Cassy voran. Zunächst nur von einer handelnden Instanz zur nächsten fliehend, immer wieder in den Fängen von jemanden landend, der ihr sagen will, was sie zu tun hat, entwickelt sie sich zusehends zu einer waschechten Heldin, die nicht davor zurück schreckt, einige Risiken einzugehen, um an ihr Ziel zu gelangen. 

Bunt und schillernd, in aller Genauigkeit wird Edingaard beschrieben, von den weiten Feldern über die grünen Wälder bis hin zu den Burgen und Festungen. Die magischen Wesen nehmen Gestalt an, so wie die vielen, verschiedenen Charaktere eine eigene Stimme und ganz eigene Wesenszüge erhalten. 


Obwohl ich nie das Gefühl hatte, ich müsste nun unbedingt weiterlesen, dass die Seiten nur so unter meinen Fingern brennen würden, so aufregend wäre es, kam ich sehr schnell durch das Buch durch und hatte viel Freude damit. Die Geschichte plätschert angenehm, mit nur ein paar Längen vor sich hin. Zugegebenermaßen muss ich gestehen, dass mir die ewige „Flieherei“ nach einiger Zeit etwas auf die Nerven ging. Dazu kommt, dass Cassy nicht eine Sekunde lang auch nur eine andere Meinung anhört, sondern starrsinnig und rechthaberisch durch eine fremde Welt läuft, von deren Geschichte sie keine Ahnung hat, um einen Mann, der ihr nie wirklich etwas über sich erzählte, zu retten. Wäre sie etwas jünger, könnte ich dieses Verhalten etwas besser verstehen, so muss ich sagen, dass es etwas ermüdend war. Dennoch endet das Buch sehr interessant und lässt den/die LeserIn mit so einem Cliffhanger zurück, dass ich sehr gespannt auf Teil 2 bin. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

😍 1. Lesenacht 😍

Ich habe noch nie an einer Lesenacht teilgenommen - aber wenn es sich anbietet, möchte ich es gerne ausprobieren! ☆so gespannt☆  Bookdemon  ist Schirmherrin über das Event, falls ihr also noch nichts heute vor habt, macht unbedingt mit! Es startet um 19 Uhr 😁  Ich werde wohl " Empire State " aus dem Papierverzierer Verlag lesen - und ihr?  20 Uhr - erste Frage 😍 Puh! Richtig genervt hat mich "Those broken Stars". Ehrlich, die dümmste Art Probleme zu schaffen, indem keiner miteinander spricht. 🙈 21 Uhr - zweite Frage, es geht weiter 😗 Also mich würde ein total verrückter Superheld in grellen Strumpfhosen und der obligatorischen engen, roten Unterhose darüber. Mit wehendem Umhang und abgefahrener, geflügelter Maske.  22 Uhr - dritte Frage 😏  Hm...was würde ich ändern. Der extrem sexistische Ton von Rex ist hart zu schlucken, aber gehört wohl so. Im Moment ist es noch hart zu durchschauen, was wirklich abgeht, der dü...

Rezension zu „Phoenix - Tochter der Asche“ von Ann-Kathrin Karschnick

„Im Leben musst du Entscheidungen treffen, die dir nicht immer gefallen. Entweder entscheidet man sich für das Leben oder dagegen.“ Hamburg, in einer Zukunft, in der zwar Wesen wie Hexen, Dämonen und Phönixe existieren, die aber gejagt und gefangen werden. Erst erschütterte ein geheimnisvolles Experiment Europa, danach ein Krieg gegen Amerika. Übrig blieb ein zerstörtes, zerrüttetes Land, das jedoch in einer Macht seine Rettung sah: Die Saiwalo.  Doch die Phönix Tavi weiß es besser. Sie hat viele Jahrhunderte der Menschheitsgeschichte miterlebt und sie weiß, dass die Saiwalo nicht die großen Retter sind, für die sie sich ausgeben. Mithilfe ihres Zöglings Nathan versucht sie gegen diese Regierung vorzugehen - und gleichzeitig an einem Ort zu überleben, an dem ihre Art als Monster, als Seelenlose gejagt wird.  Die Idee alleine zog mich schon in ihren Bann. Magische Wesen, nur so ganz anders, als wir sie kennen. Dazu ein fast schon postapokalyptisches Hamburg und...

Rezension zu „Nemesis“ von Asuka Lionera

Die Idee ist doch großartig: Eine Gamerin, ehrgeizig und zu allem bereit, gerät durch ein Spiel in eine andere Welt und sie soll auch noch eine auserwählte Hüterin sein! Drei Länder mit je einem Gott. Sie alle schlafen und müssen erweckt werden - durch einen/eine HüterIn und seine/ihre WächterInnen. Das verspricht Spannung und Abenteuer!  Der Anfang hält das Versprechen. Eine junge Frau aus einer spießigen, reichen Familie, die nur ein Ziel kennt: Sie will an die Spitze der Gamerwelt und ist sich sicher, dass sie es kann. Denn sie ist ehrgeizig, selbstbewusst und zielstrebig. Und dann gerät sie in diese Welt, wird von der Göttin selbst empfangen und soll eine Hüterin sein. Eve glaubt kein Wort, hält das alles für ein Spiel - bis sie es nicht mehr tut und es ernst wird.  Soweit, so gut. Nun muss ich leider auf die Punkte eingehen, die echte Minuspunkte in dieser Geschichte darstellen (immer mit dem Wissen, dass das allein meine Meinung ist und keine allgemeine Gültig...