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Rezension zu „Fehjan - Verbundene Seelen“ von Isabell Schmitt-Egner

Jaron lebt in einem Dorf, fern ab der Gräuel seiner Welt. Nur dass man sich nicht auf ewig verstecken kann und das Schicksal sich nicht aufhalten lässt - oder? 

Die Autorin erschafft hier eine mittelalterlich angehauchte Welt, in der die Menschen sich vor Wesen der Nacht und des Wassers in Acht nehmen müssen. Magie ist präsent und gefährlich. Diese Wesen treten ebenso plastisch zutage, wie die Menschen dieser Geschichte und überzeugen durch ihre fantasievolle Gestaltung. Der Schreibstil ist plastisch. Er entfaltet sich langsam und beschreibt sehr genau Handlung und Umgebung. Dabei ist er aber auch gut zu lesen und hat keine unangenehmen Längen. 

Die Geschichte bietet dazu alles, was man sich wünschen kann: Einen Bösewicht, an den mehr dran ist. Irrungen und Wirrungen, Geheimnisse, Liebe, Freundschaft, Kämpfe, Flucht und Szenen, die zum Lachen, aber auch zum Weinen einladen. 

Und eine Anmerkung von jemanden, der bei Liebesbeziehungen immer grundsätzlich erst mal den imaginären Rotstift zückt: Es funktioniert ohne Klischees und Drama, es ist einfach wunderschön, nachvollziehbar und hat sogar mich gelackt und mitfiebern lassen!


Da alles andere ab jetzt Spoiler wäre, sage ich nur noch eins: Wenn ihr Fantasy mögt, dann lest dieses Buch, es ist toll! 

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