Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu "Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt" von Nicole Böhm

Die Geschichte rund um Jess, Jaydee, Violet, Akil und Ariadne (nur um ein paar zu nennen!) zusammenzufassen, ist gar nicht so einfach.

Darum sage ich nur so viel: Es ist eine Welt, in der es Schattendämonen gibt und Seelenwächter und dazwischen stehen die Menschen, die eigentlich keine Ahnung haben sollten. Aber Jess weiß, dass es Schutzgeister gibt, denn Violet ist einer, und dann trifft sie auch noch auf einen Schattendämon, gefolgt von einem Seelenwächter.
Das ist das Gerüst der Handlung und damit habe ich noch gar nichts gesagt. Denn es gibt so viele Fragen, so viele Geheimnisse und Dinge, die angedeutet werden, ohne sie auszusprechen, sodass es einen zwingt, mehr und mehr zu lesen, um zu erfahren was vor sich geht.

Zum Beispiel:
Wer oder was genau ist Jaydee?
Wo ist Jess' Mutter und warum musste sie weg?
Was hat es mit Anna auf sich?
Und was zum Teufel führt Ariadne im Schilde????

*seufz*


Das mit der Inhaltszusammenfassung wird nichts....weiter im Text:

"Ich zählte innerlich bis drei und zog mich hoch. Vermutlich sah ich so grazil aus wie eine Frosch beim Baletttanzen (...)" 

"Ich hasse dumme Beute. Das war wie Sex ohne Höhepunkt: absolute Zeitverschwendung."

"Weil man jedem wilden Tier die Hand hinhalten muss, wenn man es streicheln möchte." 

Um nur ein paar Zitate zu bringen, die mich begeistert haben. 
Denn die Sprache, wie das ganze erzählt wird, immer abwechselnd aus Jays und aus Jess' Sicht, ist fantastisch. Je nach ProtagonistIn ändert sich der Blick und damit auch die Art, wie erzählt wird. Ich musste nicht einmal mehr auf die Kapitel sehen, um zu wissen, wer gerade erzählt. Für mich ein riesiger Pluspunkt. Außerdem macht es einfach Spaß zu lesen. Es geht leicht von der Hand, ist dennoch schön. 

Wie bereits angeklungen, die Charaktere sind sehr gut zu erkennen. Sie haben ihre ganz eigene Sprache, ihre eigenen Einstellungen, die sehr gut rüber kommen. Aber auch die Figuren, die keine eigene Erzählweise bekommen haben, werden dreidimensional herausgearbeitet und erwachen zum Leben (mein absoluter Favorit ist Akil *gins*) 

Und auch, wenn es nach der super informativen Einleitung klar sein sollte: OH MEIN GOTT ist das SPANNEND! Es geht Schlag auf Schlag. Ein Dämon wird gejagt. Jess wird angegriffen. Ortswechsel. Kurz Ruhe, dann geht es weiter. Und dann das Geheimnis, dieser Hinweis und da ein komisches Kommentar, das sich noch nicht einordnen lässt. (Wenn ich nur daran denke, nehme ich schon Munchs "Schrei" Position ein) 

Gesamt sieht das Ganze also so aus:


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension zu „Shadow Love“ von Kaylie Morgan

Zunächst meine Kurzmeinung: Dieses Buch ist recht kurzweilig und sorgt für nette Unterhaltung zwischendurch.  Ausführlicher bedeutet das Folgendes:  Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Stimme der Protagonistin wird gut eingefangen und lässt die Geschichte sehr persönlich wirken.  Die Figuren sind gut beschrieben, wenn auch manche etwas eindimensional erscheinen, doch das kann auch an den Eindrücken der Protagonistin liegen, die die Figuren eben auf eine ganz bestimmte Weise kennenlernt.  Die Erklärungen, wie alles zusammenhängt, sind gut gelungen und eröffnen somit eine fremde Welt, obwohl sich alles in unserer Realität abspielt.  Leider ging alles sehr schnell. Vor allem die Liebe, die dann so entscheidend wird, ist plötzlich einfach da. Die Protagonistin hat kaum Worte mit demjenigen Welchen gesprochen und plötzlich ist die Rede von der großen Liebe. Für mich waren die tiefen Gefühle, die beide plötzlich zum Ausdruck brachten,...

Rezension zu „Scythe - Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman

Dieses Buch ging runter wie Butter! Der Stil ist phänomenal und liest sich grandios. Gleichzeitig ist er einfach gehalten, dennoch stimmungsvoll und plastisch und nimmt LeserInnen sofort mit in die Geschichte.  Dazu kommt die Story, die genial ist! Die Menschen haben den Tod überwunden, werden von einer künstlichen Intelligenz beherrscht, die für Ordnung sorgt, und um eine Überbevölkerung zu verhindern, gibt es die Scythes, die nach bestimmten Zahlen und Voraussetzungen Leute töten - als Dienst an der Menschheit. Sie bilden eine Organisation, die über dem Gesetz steht und stehen nur sich selbst Rede und Antwort. Doch so gut ihre Absichten auch sein mögen, so erhaben und gut sie auch tun, es gibt immer die, die betrügen und nur an sich denken - oder schlimmer, diejenigen, die glauben auf der rechten Spur in eine neue Zukunft zu sein und dabei alles in Schutt und Asche legen, was ihnen im Weg steht.  Citra und Rowan wollen beide niemals Teil davon sein, verabscheu...

Rezension zu „Die Feuer von Atlantis“ von Amber Lawrence

Dieses Buch konnte mich durch seinen besonderen Stil und die ungewöhnliche Geschichte sofort mitreißen und bis zum Ende fesseln.  Die geheime Insel von Atlantis, von der Welt abgeschieden, leben die Menschen hier in Harmonie und Wohlgefallen. Solange der Sonnengott und die Mondgöttin im Gleichgewicht gehalten werden, solange deren VertreterInnen auf Erden die Regeln befolgen, wird dieser Zustand für immer bestehen.  Doch was wissen die Menschen schon, was die Götter wirklich wollen? Sie empfangen Visionen und glauben, eine Ahnung zu haben, sie handeln und glauben sich im Recht. So wurde das Schicksal in Bewegung gesetzt. Mit zwei Kindern, die nicht hätte sein dürfen, und einem Wissen, das besser für immer zerstört geworden wäre.  Die einen wollen den Stillstand, die anderen das Fortschreiten und Veränderung, aber das Ende können sie alle nicht erahnen.  Wundervoll erzählt wird das Schicksal verschiedener Charaktere, deren Leben doch miteinander v...