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Rezension zu „Die Romanows“ von Simon Sebag Montefiore

Wer sich immer schon mal dachte, dass er eigentlich viel zu wenig Wissen über Geschichte hat, um damit in einer Konversation anzugeben und alle zum Staunen zu bringen, oder wer schlichtweg ein Geschichts-Junkie ist und dazu nach ein Faible für Russland hat ist mit diesem Buch bestens versorgt. Doch das ist noch nicht alles, denn es ist auch etwas für diejenigen, die auf große, mächtige Familien stehen, auf Ränkespiele und Intrigen, auf Kriege, Liebe und Pflicht - es passt also ganz gut, dass der Fischer Verlag mit einem Ausspruch von Antony Beevor wirbt, in dem er das Buch mit Game of Thrones vergleicht. 


Woran liegt das?
Zunächst liegt für dieses Buch viel Recherche vor und das spürt man an der Flut an Informationen, die man bekommt. Jede Geschichte, jedes Detail scheint sich hier auszubreiten und zu dem Gesamtbild, das man am Ende sich selbst aus all dem, was man nun weiß, zusammensetzen kann, beizutragen. Nun möchte man vielleicht meinen, diese Datenflut könne einen abschrecken, vielleicht langweilen - zumindest hatte ich die Sorge - doch in diesem Fall scheint es ganz im Gegenteil so zu sein, dass gerade die Details, die vielen Informationen zur Spannung beitragen. 

Das mag an der Erzählweise des Ganzen liegen. Wer sich gerade ein ödes Geschichtsbuch aus der Schule vorstellt, hat weit gefehlt. Tatsächlich kam ich mir so vor, als würde ich einen Roman lesen. Eine epische Familiensaga, die sich bunt und plastisch aus den Seiten hebt. Der Stil schafft es, den Figuren Leben einzuhauchen und das Russland von einst wieder zu erwecken. 

Die größte Schwierigkeit hatte ich mit den vielen Namen, doch das tritt auch bei tatsächlichen Romanen mit vielen Charakteren auf. 


Wer sich nun überlegt, dass er das Buch nicht lesen will - diesen fette Schinken! - den kann ich auch das Hörbuch der englischen Version ans Herz legen. Die Stimme des Lesers ist fantastisch und macht das ganze sogar noch spannender. 

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